TROTZ IMPFPLICHT

Schulen müssen Kinder auch ohne Masern-Impfung nehmen

Obwohl ab dem 1. März eine bundesweite Impflicht gegen Masern gilt, dürfen Schulen ungeimpfte Kinder nicht abweisen. Die Schulpflicht wiegt schwerer. Anders ist es in Kindergärten.
dpa
Vom 1. März an müssen Kinder in Kindergärten und Schulen bundesweit gegen Masern geimpft sein.
Vom 1. März an müssen Kinder in Kindergärten und Schulen bundesweit gegen Masern geimpft sein. Karl-Josef Hildenbrand
Schwerin ·

Vom 1. März an müssen Kinder in Kindergärten und Schulen bundesweit gegen Masern geimpft sein. Während Kindergärten und Tagesmütter ungeimpfte Kinder abweisen sollen, ist das bei Schulen wegen der Schulpflicht nicht möglich, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Schwerin am Mittwoch erklärte.

Auch Lehrer müssen künftig ihren Impfschutz nachweisen, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte. Für neue Pädagogen sei dies künftig eine Einstellungsvoraussetzung. Bereits im Schuldienst beschäftigte Lehrer haben demnach bis Ende Juli 2021 für den Nachweis Zeit.

Eltern droht Bußgeld bei fehlender Impfung

Wird in der Schule ein ungeimpftes Kind festgestellt, werde das Gesundheitsamt informiert, das wiederum Kontakt zu den Eltern aufnehme. In letzter Konsequenz droht ein Bußgeld.

Mit der neuen Impfpflicht sollen die immer wieder einmal auftretenden Masern-Ausbrüche in Deutschland zurückgedrängt werden. Masern gelten als eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten. Als bester Schutz gilt eine hohe Durchimpfungsrate der Bevölkerung von 95 Prozent. Mecklenburg-Vorpommern erreicht mit 95,5 Prozent bei den Erstklässlern laut Ministerium als einziges Bundesland neben Brandenburg dieses Ziel.

Masern können tödlich enden

In den vergangenen 19 Jahren wurden im Nordosten laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) lediglich 49 Infektionen registriert. „Das sind mit Abstand die wenigsten Masern-Erkrankungen aller Bundesländer in diesem Zeitraum”, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU). Die Masern können mit schweren Komplikationen einhergehen und gerade bei kleinen Kindern auch zum Tod führen.

Kinder sollen laut dem Masernschutzgesetz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr, beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Masern-Impfungen vorweisen. Kinder, die schon in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut werden, müssen den Nachweis bis zum 31. Juli 2021 erbringen.

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Kommentare (3)

Die Masernimpfungen können mit schweren Komplikationen einhergehen und gerade bei kleinen Kindern auch zum Tod führen. So meldet die geschönigte Datenbank des Paul Ehrlich Institutes immerhin 15 Verdachtsfälle.

https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit/pharmakovigilanz/uaw-datenbank/uaw-datenbank-node.html

In den USA gab es seit 2004 keine Maserntodesfälle mehr. Dagegen aber 108 in Verbindung mit der Masernschutzimpfung.

https://vaccineimpact.com/2015/zero-u-s-measles-deaths-in-10-years-but-over-100-measles-vaccine-deaths-reported/

Da haben die teuren Politiker weder einen unsinnigen Gummiparagrafen geschaffen. In Deutschland ist Gesetz eben nicht Gesetz, sondern eine Auslegungsfrage liebe Kinder. Mögen alle ungeimpften diese Krankheit bekommen!!!!

Es ist ein Gummiparagraph geworden, weil eine Zwangsmedikation gegen zu viele deutsche Gesetze, sowie die Europäische Menschenrechtskonvention verstößt.
Die "Linke" hat übrigens zur Hälfte (neben der AFD) gegen das Gesetz gestimmt, was ich ihr hoch anrechne.