CORONAVIRUS

Schulen und Krankenhäuser in MV betroffen

Nach einem Corona-Fall in einer Schule in Wismar sind viele Lehrer in Quarantäne. Auch in Ueckermünde, Malchin, Anklam und Neustrelitz gibt es Corona-Fälle in Schulen und Krankenhäusern.
Nach mehreren Corona-Fällen laufen in zwei Krankenhäusern im Osten Mecklenburg-Vorpommerns noch Tests bei Klinikmita
Nach mehreren Corona-Fällen laufen in zwei Krankenhäusern im Osten Mecklenburg-Vorpommerns noch Tests bei Klinikmitarbeitern. © photoguns - stock.adobe.com
Schwerin.

Nach der Corona-Infektion eines Lehrers im Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) sind 23 der 50 Lehrer in Quarantäne geschickt worden.

Bei Tests dieser Lehrer sei dann eine zweite Infektion nachgewiesen worden, teilte der Landkreis am Donnerstag mit. Obwohl die beiden betroffenen Lehrkräfte, die in einem engen persönlichen Verhältnis stünden, Kontakt zu Schülern hatten, wurde für die Mädchen und Jungen keine Quarantäne verhängt.

Mehr lesen: Deutschland erklärt Polen und Schweiz zu Risikogebieten

Das Infektionsrisiko sei aufgrund des Hygiene- und Lüftungskonzeptes als gering eingestuft worden. Die Kinder seien lediglich angewiesen worden, auf eventuell auftretende Symptome zu achten und diese sofort zu melden. Das Vorgehen sei mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock abgestimmt.

Noch Tests in Ueckermünde und Malchin

Nach mehreren Corona-Fällen laufen in zwei Krankenhäusern im Osten Mecklenburg-Vorpommerns noch Tests bei Klinikmitarbeitern. Betroffen sind das Ueckermünder Ameos-Klinikum (Vorpommern-Greifswald) und das Malchiner Haus des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums Neubrandenburg, wie Sprecherinnen der Einrichtungen am Donnerstag sagten. In beiden Häusern sei der Betrieb aber nicht gefährdet.

Mehr lesen: Elf Mitarbeiter von Ueckermünder Krankenhaus positiv

In Ueckermünde wurden nach einem ersten Verdachtsfall ab 17. Oktober alle rund 500 Beschäftigten getestet. Nun seien 11 Mitarbeiter-Infektionen bekannt, wie Kliniksprecherin Anja Baum sagte. Sie bestätigte damit einen Bericht des Neubrandenburger Nordkurier. Eine Station sei vorübergehend geschlossen worden.

Zum Schutz vor dem Coronavirus haben unter anderem alle acht Krankenhäuser im bundesweit größten Landkreis – der Mecklenburgischen Seenplatte – Besuchsverbote ausgesprochen.

Patienten positiv getestet

Inzwischen seien alle Personen ein zweites Mal getestet worden. Um sich auch als Haus zu schützen, würden alle Patienten, die stationär aufgenommen werden sollen, einem Corona-Test unterzogen. Dabei sei bei zwei Patienten ebenfalls eine Infektion mit Covid-19 festgestellt worden. Diese würden im Haus behandelt.

Mehr lesen: Erneuter Rekordwert bei Coronafällen in MV

In Malchin, wo es Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesie sowie Orthopädie gibt, werden derzeit keine Patienten aufgenommen, wie Kliniksprecherin Anke Brauns sagte. Dort waren am 10. Oktober zwei Beschäftigte als infiziert mit dem Coronavirus entdeckt worden. Die Tests bei den anderen Beschäftigten und Kontaktpersonen seien noch nicht abgeschlossen.

Mehr lesen: Neun neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Strelitz

Bei zwei anderen Corona-Fällen am Haupthaus in Neubrandenburg seien die nötigen Tests abgeschlossen. Alle seien negativ gewesen, so dass wieder normaler Klinikbetrieb herrsche.

Tests in Anklam

Bei den am Dienstag stattgefundenen Corona-Tests an der Schillerschule in Anklam konnte bei 110 Schülern kein Corona-Virus nachgewiesen werden.

Lediglich die Abstriche von zwei Schülern wurden als fraglich positiv gewertet, wie der Landkreis Vorpommern-Greifswald am Donnerstagvormittag auf Nordkurier-Nachfrage bekannt gab. Trotzdem bleiben vorerst alle getesteten Personen in Quarantäne bis voraussichtlich zum 29. Oktober.

Auch in einer Kindertagesstätte und in einer Schule im Gebiet des ehemaligen Landkreises Mecklenburg-Strelitz seien Infektionen mit dem Corona-Virus festgestellt worden. Das berichtete der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in seiner Corona-Lagemeldung vom Mittwoch.

JETZT NEU: CORONA-UPDATE PER MAIL

Der tägliche Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Schwerin

zur Homepage

Kommentare (1)

Nachweise für die Zuverlässigkeit und Qualität solcher Tests müssen die Hersteller nicht erbringen. Gemäß der EU-Richtlinie über In-vitro-Diagnostika (IVD) gelten Covid-19-Tests als IVD niedrigen Risikos. Das für biomedizinische Arzneimittel zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erklärte dazu gegenüber der PZ: »Diese Tests können bis zum Mai 2022 noch durch den Hersteller selbst zertifiziert werden, danach gelten die Regelungen der IVD-Verordnung.«

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/schluessel-zur-eindaemmung-116642/seite/3/