BEI HAFTPRÜFUNG

Schuss fällt in Stralsunder Amtsgericht

Bei der Vorführung einer jungen Frau beim Haftrichter fiel am Freitag plötzlich ein Schuss. Mehrere Menschen mussten medizinisch versorgt werden.
dpa
Vor dem Amtsgericht Stralsund ist am Freitag ein Schuss gefallen.
Vor dem Amtsgericht Stralsund ist am Freitag ein Schuss gefallen. Stefan Sauer
Stralsund.

Ein versehentlich abgegebener Schuss hat am Freitag am Stralsunder Amtsgericht für Aufregung gesorgt. Der Schuss habe sich in einem Raum des Gerichts aus einer Schreckschusswaffe gelöst, teilte ein Sprecher des Justizministeriums in Schwerin mit und bestätigte damit einen Bericht der „Ostsee-Zeitung”. Dem Blatt zufolge war bei der Vorführung einer jungen Frau beim Haftrichter dem Pflichtverteidiger die Waffe aus der Tasche gefallen, worauf sich der Schuss löste.

Nach einer „Standpauke” des zuständigen Richters sei die Haftprüfung fortgesetzt worden, schreibt die Zeitung. Amtsgerichtsdirektor Sascha Ott habe Strafanzeige gegen den Anwalt gestellt, wegen möglichen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Alle Betroffenen seien wegen des Verdachts auf Knalltrauma medizinisch untersucht worden, hieß es weiter.

Laut Justizministerium wird der Vorfall umfassend geprüft. Prinzipiell seien Waffen am Gericht verboten. An den Gerichten im Land würden aber nur „anlassbezogene und stichprobenartige” Einlass-Kontrollen durchgeführt.

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