TÖDLICHE UNFÄLLE UND MESSERSTECHEREI

Schwarzes Wochenende in MV

Auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns sind am Wochenende drei Menschen bei Unfällen gestorben – viele wurden schwer verletzt. Ein Überblick.
Matthias Stiel Matthias Stiel
Bei einem Unfall zwischen Rubenow und Wusterhusen kam ein Autofahrer ums Leben.
Bei einem Unfall zwischen Rubenow und Wusterhusen kam ein Autofahrer ums Leben. Tilo Wallrodt
Auf der Insel Usedom kam es zu einem Unfall, bei dem zwei Motorrad-Fahrer schwer verletzt worden sind.
Auf der Insel Usedom kam es zu einem Unfall, bei dem zwei Motorrad-Fahrer schwer verletzt worden sind. Tilo Wallrodt
Ein Wal-Kadaver wurde bei Graal-Müritz an den Ostseestrand geschleppt.
Ein Wal-Kadaver wurde bei Graal-Müritz an den Ostseestrand geschleppt. Bernd Wüstneck
Usedom.

Das Wochenende wurde von zahlreichen Unfall- und Polizeimeldungen überschattet, wir fassen das wichtigste hier kurz zusammen.

Tödlicher Unfall auf Usedom

Bereits am Freitag kam es kurz vor Bansin auf der Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) zu einem tödlichen Unfall. Ein 64-Jähriger aus Niedersachsen wendete mit seinem Auto unmittelbar vor einer leichten Rechtskurve und einer dahinter befindlichen Bergkuppe.

Ein 37-jähriger Motorrad-Fahrer hatte keine Chance auszuweichen, denn plötzlich befand sich vor ihm das Auto auf der Straße. Bei dem Unfall wurde der Biker so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Zwei Motorrad-Fahrer schwer verletzt

Nur einen Tag später wurden zwei Motorrad-Fahrer ebenfalls auf der Insel Usedom (Ückeritz) bei einem Unfall schwer verletzt. Beide überholten gerade ein Auto, als dessen 72-jährige Fahrer plötzlich nach links abbog, ohne auf die Motorräder zu achten. Wie schon im oben genannten Fall wollte er wenden.

Die Biker stießen mit dem Auto zusammen. Sie wurden schwer, jedoch nicht lebensbedrohlich verletzt. Zwei Rettungshubschrauber brachten sie in die Krankenhäuser nach Greifswald und Neustrelitz.

Buggy-Fahrer stirbt am Stolper See

Ein tödlicher Unfall hat sich zudem in der Nacht zu Sonntag am Stolper See ereignet. An einem Feldweg zwischen Quadenschönfeld und Stolpe hatte sich ein sogenannter Buggy aus bisher unbekannter Ursache überschlagen. Ein 30-jähriger Insasse des Fahrzeugs wurde dabei so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Der 32-jähriger Beifahrer hatte sich vom Unglücksort entfernt. Er wurde wenig später in Quadenschönfeld gefunden: schwer, jedoch nicht lebensbedrohlich verletzt.

 

Autofahrer stirbt bei Greifswald

Am Sonntag starb bei einem weiteren tödlichen Unfall zwischen Rubenow und Wusterhusen bei Greifswald ein 81-Jähriger. Er war mit seinem Wagen aus bisher ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geraten und dort mit zwei Autos zusammengestoßen.

Vier Menschen erlitten dabei schwere Verletzungen, zwei Beteiligte wurden leicht verletzt. Drei Hubschrauber brachten die Verletzten in die Kliniken nach Greifswald und Rostock – darunter auch den 81-Jährigen, der aber wenige Stunden später im Krankenhaus verstarb.

Aufgrund der vielen involvierten Personen waren zwei Freiwillige Feuerwehren und mehrere Notärzte mit insgesamt acht Rettungswagen im Einsatz.

Unwetter sorgt Unfälle, Blitzeinschläge und volle Keller

Am Sonntag zogen schwere Gewitter mit Starkregen und Sturmböen über MV sowie Brandenburg. Auf den Autobahnen im Nordosten krachte es mehrfach wegen der Unwetter. Auf der Müritz lief ein Segelboot auf Grund, in mehrere Häuser - unter anderem in Waren - schlug der Blitz ein, außerdem liefen Keller voll Wasser.

71-Jähriger rammt Auto

In Röbel rammte ein 71-jähriger Autofahrer am Sonntag einen anderen Wagen, als er von einem Parkplatz fahren wollte. Denn dabei übersah er das Auto einer 26-Jährigen, in dem auch ihr einjähriges Kind saß.

Zwar konnte der Notarzt keine Verletzungen bei den Unfallbeteiligten feststellen. Vorsorglich wurde das Kind aber zur Beobachtung ins Klinikum gebracht.

Unfall in Torgelow

Bei einem Unfall in Torgelow wurden hingegen zum Glück nur zwei Personen leicht verletzt – mussten aber dennoch zur Behandlung ins Klinikum Ueckermünde gebracht werden. Ein Transporter-Fahrer hatte einem Pkw die Vorfahrt genommen. Durch die Wucht des Aufpralls beim Zusammenstoß schleuderte das Auto gegen einen Wagen, der auf dem Gelände eines Autohauses stand.

73-Jähriger stirbt in der Ostsee

Nach einem Medienbericht ist ein 73-jähriger Mann aus Thüringen am Samstag gestorben, als er nahe der Ahlbecker Seebrücke ins Wasser ging. Er sei aber nicht ertrunken, Ärzte stellten stattdessen einen natürlichen Tod fest.

Verletzter Seemann im Windpark vor Rügen

In einem Windpark nordöstlich von Rügen übernahm der Seenotrettungskreuzer „Vormann Jantzen” am Sonntag einen schwer verletzten Seemann. Zuvor hatte ein Helikopter ein medizinisches Notfallteam zum Windparkschiff geflogen. Arzt und Sanitäter seilten sich per Winde ab.

Der 66-Jährige war auf einem Windparkschiff verunglückt und konnte nicht mit einem Hubschrauber geborgen werden. Der Seenotrettungskreuzer sei zum Einsatz gekommen, weil er deutlich schneller als das Windparkschiff sei und den Verletzten rasch an Land bringen konnte, sagte eine Sprecherin.

Er wurde in den Hafen von Sassnitz auf Rügen gebracht und von dort per Hubschrauber zum Krankenhaus geflogen.

Messerstecherei in Neubrandenburg

Für Aufregung sorgte eine Messerstecherei in Neubrandenburg. Ein 28-jähriger Mann wurde mit einem Messer in der Brust verletzt. Als die Polizei jedoch am Ort des Geschehens (am Brodaer Strand am Ufer des Tollensesees) ankam, waren weder Opfer noch Täter zu sehen.

Dank Zeugen wurde ein 28-jähriger Iraker mit leichten Stichverletzungen in der Südstadt gefunden. Er wurde dann ins Klinikum Neubrandenburg gefahren. Der mutmaßliche Täter, ein 40 Jahre alter Asylbewerber aus dem Iran, wurde bereits gefasst und muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Toter Wal in der Ostsee

An der Seebrücke von Graal-Müritz trieb am Samstag ein acht Meter großer Buckelwal leblos in der Ostsee. Einsatzkräfte von Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft und Feuerwehr schleppten den Kadaver mit einem Boot an Land.

Nach Auskunft von Experten des Meeresmuseums Stralsund vor Ort handelt es sich um einen etwa acht Meter langen Buckelwal, der schon längere Zeit tot in der Ostsee trieb.

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