Polizeigewahrsam kam für den Mann nicht mehr in Frage.
Polizeigewahrsam kam für den Mann nicht mehr in Frage. ©-chalabala.cz---stock.adobe.com
Bundespolizei-Einsatz

Schwarzfahrer mit Promille-Rekord in Wolgast erwischt

Volltrunken hatte sich ein Mann rauchend in der Zugtoilette eingeschlossen. Seine „Trinkerqualitäten” machten auf einen Arzt mächtig Eindruck.
Wolgast

Die Bundespolizei hat in Wolgast einen Fahrgast wegen mehrerer Delikte aus dem Zug geholt. Wie ein Sprecher am Montag mitteilte, hatte der Mann sich am Samtagabend in einer Zugtoilette eingeschlossen, um der Fahrschein-Kontrolle zu entgehen. Mit brenndender Zigarette in der Hand sei er „sichtlich überrascht” gewesen, als Bundespolizisten die Toilettentür von außen öffneten, heißt es.

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Da der Fahrgast einen berauschten Eindruck machte, wurde den Angaben zufolge ein Atemalkoholtest durchgeführt, der einen Wert von 3,76 Promille ergab.

Auf der Suche nach Ausweisdokumenten fanden die Beamten im Rucksack des Mannes zudem 21,2 Gramm Marihuana. „Der Allgemeinzustand, fehlende Barmittel sowie die niedrigen Außentemperaturen veranlassten die Beamten, den Mann in Schutzgewahrsam zu nehmen”, teilte die Bundespolizei weiter mit. Zuvor sollte jedoch „die Gewahrsamstauglichkeit im Uniklinikum Greifswald festgestellt werden.”

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Der behandelnde Arzt war demnach von den „Trinkerqualitäten” des Mannes „begeistert”, da dieser ohne fremde Unterstützung noch selbstständig gehen konnte und zu diesem Zeitpunkt den „Tagesrekord” mit gepusteten 3,76 Promille hielt. Polizeigewahrsam kam in dem Zustand allerdings nicht in Frage. Die Nacht verbrachte der Schwarzfahrer in einem Krankenzimmer in Greifswald. Er muss sich nun wegen der Erschleichung von Leistungen, wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Bundesnichtraucherschutzgesetz verantworten.

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