NOCH 80 KILOMETER

Schweinepest rückt noch näher an MV

Die Afrikanische Schweinpest rückt weiter an die Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommerns heran. Aktuelle Fälle in Brandenburg zeigen: Die Tierseuche ist nicht mehr fern.
Die Afrikanischen Schweinepest wurde bei einem Wildschwein im Landkreis Oder-Spree im östlichen Brandenburg nachgewiesen.
Die Afrikanischen Schweinepest wurde bei einem Wildschwein im Landkreis Oder-Spree im östlichen Brandenburg nachgewiesen. Patrick Pleul
Im Gebiet bei Neuzelle im Landkreis Oder-Spree im östlichen Brandenburg geht die Suche nach Fallwild weiter.
Im Gebiet bei Neuzelle im Landkreis Oder-Spree im östlichen Brandenburg geht die Suche nach Fallwild weiter. Patrick Pleul
Schwerin.

Bei einem im Landkreis Märkisch-Oderland erlegten Wildschwein wurde die Afrikanische Schweinepest (ASP) amtlich nachgewiesen. Die Tierseuche breitet sich also weiter aus.

„Dieser Nachweis liegt außerhalb der bisher im Land Brandenburg eingerichteten Restriktionsgebiete und bedeutet eine weitere Annäherung des ASP-Geschehens an unsere Landesgrenzen. Der aktuelle ASP-Nachweis liegt gerade einmal etwa 80 km von uns entfernt“, sagte MV-Landwirtschaftsminister Till Backhaus.

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Fallwild unbedingt melden

Er appellierte eindringlich an alle Betriebe, in denen Schweine gehalten werden, die Biosicherheit und somit die Mindestanforderungen der Schweinehaltungs­hygieneverordnung unbedingt einzuhalten.

Auch der Suche nach Fallwild komme jetzt eine besondere Bedeutung zu. Jäger, Straßenmeistereien, Polizei, Feuerwehr, Landwirte sowie alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen, Fallwild umgehend den örtlich zuständigen Veterinärämtern zu melden.

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Die Kadaver müssen unbedingt beprobt und untersucht werden, damit im Ernstfall unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden können. Denn je eher die Schweinepest im Land erkannt wird, desto besser sind die Chancen die Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern.

In Märkisch-Oderland wird ein Zaun errichtet

Nach dem ersten bestätigten Fund eines mit der Afrikanischer Schweinepest infizierten Wildschweins im Landkreis Märkisch-Oderland wird seit Mittwochvormittag ein mobiler Zaun errichtet. „Fünf verschiedene Trupps sind unterwegs”, sagte Thomas Behrendt, Sprecher des Landeskreises.

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Auf einem Abschnitt von 20 Kilometer Länge soll der Elektrozaun entstehen. Forstmitarbeiter werden dabei unterstützt von Jägern und Landwirten. Der Zaun durchzieht Maisfelder, berührt die Alte Oder und Bewässerungsgräben. Am Nachmittag soll die Barriere für Wildschweine nach den Angaben stehen.

In Brandenburg hat das nationale Referenzlabor auch einen neuen Fall im bisherigen Kerngebiet um die früheren Funde bestätigt – damit gibt es insgesamt 38 infizierte Wildschweine.

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