DATENSCHUTZBERICHT

Schwere Sex-Vorwürfe gegen Polizisten in MV

Sexueller Missbrauch durch Polizisten in MV? Im Datenschutzbericht sind Fälle notiert, bei denen Beamte versucht haben, sich an minderjährige Mädchen heranzumachen.
Andreas Becker Andreas Becker
Haben Polizisten in MV ihre Position ausgenutzt, um sich an minderjährige Mädchen heranzumachen?
Haben Polizisten in MV ihre Position ausgenutzt, um sich an minderjährige Mädchen heranzumachen? Jens Büttner
Schwerin.

Die Vorfälle, die im aktuellen Bericht des Landesdatenschutzbeauftragten Heinz Müller aufgeführt werden, klingen unglaublich. „In einem Fall hatte sich eine 15-jährige Jugendliche, die sich wegen der Erstattung einer Strafanzeige wegen der ungewollten Veröffentlichung von Bildern im Internet, die sie beim Sex zeigen, in Begleitung einer Betreuerin auf das Polizeirevier begeben. Im Nachgang wurde sie von dem Polizeibeamten, der sie auf dem Revier in Empfang genommen hatte und dem der Sachverhalt zuerst geschildert wurde, per SMS angeschrieben und zu einem Fotoshooting eingeladen”, heißt es im Bericht, von dem der Landtag in Mecklenburg-Vorpommern am 22. Mai unterricht worden ist.

Besonders gravierend sei bei dem geschilderten Fall, dass diese Jugendliche sexuell freizügig in Erscheinung getreten und psychisch instabil gewesen sei. „Sie hatte sich mit der Bitte um Hilfe an die Polizei gewandt. Im Ergebnis war sie aber erneuten Avancen ausgesetzt”, schreibt Müller in seinem Bericht.

In einem anderen Fall hat ein Ermittler in einem Verfahren wegen Kindesmissbrauchs eine 13-jährige Zeugin des Missbrauchsverfahrens im Anschluss an eine Zeugenvernehmung auf WhatsApp kontaktiert. „Die Handynummer hatte er sich im Nachgang der Vernehmung mit dem Hinweis verschafft, diese würde möglicherweise noch für Nachfragen benötigt. Am selben Tag hat der Polizeibeamte mit dem Mädchen einen Chat auf WhatsApp begonnen und hat in dessen Verlauf diesem 13-jährigen Mädchen sexuelle Avancen gemacht”, so der Datenschutzbeauftragte.

Innenministerium will Fälle prüfen

Was aber hat der Datenschutzbeauftragte überhaupt mit vermeintlichem sexuellen Missbrauch bei der Polizei zu tun? Müller erläutert: „Seit Inkrafttreten der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vor einem Jahr ist der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern zuständig für Bußgeldverfahren gegen Polizeibeamte, die aus Datenschutzverletzungen der Polizisten in ihrem Dienstverhältnis resultieren.”

Das für die Polizei verantwortliche Innenministerium in Schwerin versicherte am Freitagmorgen gegenüber dem Nordkurier, die Fälle schnellstmöglich zu prüfen und die für die Öffentlichkeit noch offenen Fragen zu klären: Wie wurden die betroffenen Polizisten diszipliniert? Was unternimmt die Polizei, um derartig krassen Machtmissbrauch in den eigenen Reihen zu unterbinden und gegebenenfalls zu erkennen?

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Kommentare (12)

Nanu, keine Polizeihasser , die sich hier wieder auslassen? Das ist doch die Gelegenheit !

Mensch Hihrke, als ich die Schlagzeile gelesen habe und dann den Artikel, wußte ich das Sie daraufhin "kommentieren" werden. Ich hätte gedacht, es wird ein wenig mehr. Es ist sehr bezeichnend, wie Sie "kommentieren". Jungen Menschen haben sexuelle Gewalt erfahren oder ein Erlebniss in diese Richtung gehabt, wenden sich an das staatliche Gewaltmonopol und werden wiederum in eine Opferrolle gedrängt und bedrängt. Von denen, die sie schützen sollen. Das lässt einen erstmal ziemlich sprachlos dastehen. Aber nicht die verbale Speerspitze der pommerschen Rechtsaußen. Entschuldigung, Speerspitze darf ich ja nicht sagen. Ist ja geschütztes, geistiges Eigentum Ihrer Freundin.
Ich gehe stark davon aus, daß die absolute Mehrzahl der Polizei so etwas abstossend findet. Wie hoffentlich die meisten Leser. Aufklärung, Bestrafung und ganz wichtig: Opfererschutz!!! Das braucht man jetzt. Und kein Versuch, eine billige, polemische Debatte über irgendwelche Pseudo Polizeihasser zu lancieren.
Setzen Sechs, Hihrke. Kennen Sie bestimmt noch von früher...

Übrigens, setzen sechs ,gab es zu meiner Schulzeit nicht. Da war der mit ner fünf der dümmste.
Noch Dümmere kamen erst mit der Wende in den Osten.

Die Kommentarfunktion dient eigentlich der inhaltlichen Kommentierung eines Artikels, nicht dazu, sinnlos zu polemisieren. Menschen wie Sie zerstören dieses Land- ich glaube, Ihnen fehlt jegliche Form von Gemeinsinn und der Wille, dieses Land durch Anstand voran zu bringen. Sie ätzen einfach rum. Empathie für die Opfer? Nein. Ärgernis und Verurteilung der Täter? Nein.

Kumm und Sim.., im Artikel ist von unbestätigten Vorwürfen die Rede! Die erst noch vom zuständigen Innenministerium geprüft werden sollen. Das heißt im Klartext an den Behauptungen ist noch nichts dran, bis die betreffenden Polizisten ermittelt bzw der Tat überführt sind. Wie heißt es doch immer, lesen und verstehen. Wenn sich die Vorwürfe bestätigen, sollten die Polizisten schnellstens aus dem Dienst entfernt und nach dem Strafgesetzbuch bestraft werden.
Aber das ist wieder typisch für den NK und für solche Kommentierer wie sie und noch ein Haufen anderer hier gleich wieder die mit anderer Meinung runterzuziehen. Ich staune nicht gleich wieder als Nazi bezeichnet worden zu sein, kommt aber bestimmt auch noch. Schönes Wochenende noch.

Sie werden sachlich. Das freut mich. Weiter so! Nichtsdestotrotz wäre es doch wirklich vernünftiger von Ihnen, gleich mit Sachlichkeit zu beginnen. Im Übrigen : ich bin Ossi. Bei uns an der Penne sagten einige Lehrer auch: „6, setzen“.

Ja, Herr Kumm, ich gelobe Besserung.
Dafür, das ich mich in meinem ersten Kommentar eigentlich gar nicht zum Artikel selbst geäußert habe , sondern nur diese Polizistenhasser herauslocken wollte, ist das schon erstaunlich, was Sim....... so alles in seinem Kommentar für Vorwürfe gegen mich loslässt.
Fantasie hat er,sie,es ja, muß man sagen. Vollkommen haltlos und aus der Luft gegriffen. Aber das ist ja die Art genau dieser Kommentierer, anderen alles mögliche unterstellen ohne stichhaltige Beweise zu haben.
Und gegenüber so einem ist es schwer mit der Sachlichkeit.

Sie starten die "Diskussion" mit einem sinnlosen, polemischen Kommentar ohne jeglichen Bezug zum Inhalt des Artikels und fordern anschließend Sachlichkeit ein. Ich hoffe, Sie merken selbst, wie unlogisch das ist. Ich habe tatsächlich auch den Eindruck, Sie motzen einfach rum und fühlen sich danach besser. Nur dass dies nichts bringt außer Ärger, Spalterei und weiteres Gemotze. Wenn es Ihnen ernst ist mit Sachlichkeit, dann bringen Sie sich ein. Nicht in den Kommtarspalten einer Provinzzeitung, sondern dort, wo Sie leben. Da gibt es bestimmt auch den einen oder anderen Verein, in dem Sie mitwirken können. Wenn nicht, gründen Sie einen, der Ihren Interessen und Neigungen entspricht. Sie glauben gar nicht, wie viel Zufriedenheit man daraus ziehen kann, sich einzubringen. Und am Ende profitiert die Kommentarfunktion des Nordkurier auch davon.

Das kommt davon,wenn man sich wiedermal unüberlegt einmischt. Sachlichkeit wurde von mir gefordert, durch
Georgkumm . Desweiteren habe ich erklärt ,was ich mit dem ersten Kommentar erreichen wollte. Sie schmieren hier was hin ohne zu überlegen. Was sagen sie selbst immer , lesen und verstehen!
Die Kommentarfunktion würde schon davon profitieren, wenn sie sich nicht überall zwischenstecken würden!
Wenn jemand vom NK nicht will ,das ich hier schreibe können sie mir den Zugang sperren! Und vielleicht sind sie ja so ein Troll, dann haben sie es ja in der hand das zu tun, ich eben! Und nun lassen sie mich in Ruhe auf ihren dauernden Unsinn hab ich kein Bock . Ende.

Nix mit Sachlichkeit. Lassen Sie sinnloses Kommentieren einfach sein. Dann müssen Sie sich auch nicht mehr mit meinem Unsinn herumplagen. Da können Sie sicher sein.

Es ist garnicht möglich ihnen gegenüber sachlich zu sein ,weil sie wohl nichts dafür können , wenn sie geschriebenes nicht lesen und schon garnicht verstehen können. Es sagt auch keiner, das sie alles was hier kommentiert wird lesen müssen, lassen sie es doch einfach. Ist auch besser für die Kommentarfunktion.

Keine Reaktion mehr,ich eben , na endlich hast es begriffen.