SPENDENAKTION

Schwerkrankes Baby auf Rügen braucht Hilfe

Nico von der Insel Rügen hat ein Loch im Lymphsystem. Weit entfernt von seiner Familie liegt der Junge im Krankenhaus. Für regelmäßige Besuche fehlt das Geld.
Nico ist mit einem Loch im Lymphsystem zur Welt gekommen. Er ist schwerkrank und getrennt von seinen Eltern.
Nico ist mit einem Loch im Lymphsystem zur Welt gekommen. Er ist schwerkrank und getrennt von seinen Eltern. privat
Bergen ·

Der kleine Nico von der Insel Rügen braucht dringend Hilfe. Gerade einmal drei Monat ist der Junge alt und schwerkrank. Das Baby hat ein Loch im Lymphsystem.

„Ende Februar bekam die 23-jährige Josy Burkhardt bei der Feindiagnostik mitgeteilt, dass ihr Baby Wasseransammlungen im Bauch hat. Ein riesiger Schock für die junge Mutter, die bereits zwei Söhne hat”, teilte die Aktion Sonnenherz am Mittwoch mit. „Ein paar Wochen vor dem errechneten Termin musste der Kleine geholt werden. Vom Rostocker Krankenhaus wurde das Frühchen ins Krankenhaus nach Bergen verlegt und durfte nach fünf Wochen endlich nach Hause, die Brüder und Eltern waren überglücklich. Sie nahmen die täglichen Arzttermine gerne in Kauf, endlich war die Familie komplett.”

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Das Glück hielt nur wenige Tage. Bei einem Kontrolltermin stellte sich heraus, dass die Wasseransammlungen mehr geworden waren. Sofort kam der kleine Nico nach Greifswald ins Krankenhaus, mehr als 60 Kilometer von seiner Familie entfernt. Viel zu weit für die junge Familie, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist und nicht regelmäßig für die Kosten aufkommen kann. Die Krankenkasse hat die Erstattung der Fahrkosten abgelehnt, weil nicht lebensnotwendig. Das Angebot, regelmäßig drei Tage vor Ort zu bleiben, schafft sie aufgrund ihrer eigenen Erkrankung und ihrer anderen Kinder nicht. Pendeln unbezahlbar für sie. „Vom Krankenhaus bekomme ich Vorwürfe, dass ich nicht öfter komme, vom Kindergarten bekomme ich Vorwürfe, dass ich Zuhause auch zwei Kinder habe, die die Mutter dringend brauchen.“ Innerlich zerreißt es Josy Burkhardt vor Kummer und Schmerz, aber anmerken lassen möchte sie sich das nicht.

Medikamente schlagen nicht an

Nico leidet an Aszites, einer krankhaften Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum, verursacht durch ein Loch im Lymphsystem. Die Ärzte versuchen alles um Nico zu helfen, leider schlagen die verabreichten Medikamente nicht so an wie erhofft, das Loch schließt sich nicht. Viel zu wenig ist nach Auskunft der Aktion Sonnenherz über diese extrem seltene Erkrankung bisher bekannt. Und auch die Nahrungsaufnahme ist für den kleinen Kämpfer ein großes Hindernis. Nach Milchnahrung werden die Wasseransammlungen mehr, deshalb wird er über eine Vene ernährt. Ein bisschen Unterstützung erhält die Familie von der Oma, einmal wöchentlich fährt sie jemanden aus der Familie zu Nico nach Greifswald.

Jeder kann ein kleines Stückchen dazu beitragen, dass der Familie etwas geholfen wird. Die ganze Familie und ganz besonders Josy Burkhardt ist um jede noch so kleine Zuwendung dankbar. Die junge Mutter wünscht sich nichts mehr, als ihren kleinen Sohn öfter in die Arme schließen zu können und ihn wieder mit nach Hause nehmen zu dürfen, aber bis dahin wird noch einiges an Zeit vergehen.

Um der unverschuldet in Not geratenen Familie aus Bergen zu helfen, ruft nun die gemeinnützige Organisation Sonnenherz die Menschen dazu auf, sie nach Kräften zu unterstützen und ihre finanzielle Not so schnell wie möglich zu mildern. „Medizinisch ist es den meisten Menschen nicht möglich, zu helfen. Doch die Familie zumindest finanziell zu unterstützen, dazu kann fast jeder beitragen“, lautet der dringende Appell der gemeinnützigen Organisation, die den Spendenaufruf ins Leben gerufen hat. Wer helfen möchte, erreicht die Aktion Sonnenherz unter der Telefonnummer 08165/9168390 oder per E-Mail an [email protected]

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Kommentare (3)

Gibt es da keine Unterstützungsmöglichkeiten aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe? Oder vielleicht auch der Sozialhilfe?

sollte man das "teufelszeug" absetzen *kaltherzig? feststell* und einen Naturheilpraktiker nach einer Alternativbehandlung fragen

herumzuexperimentieren, ob vielleicht andere "Medikamente" Wirkung zeigen (oder vielleicht auch nicht) mit all ihren oft unberechenbaren Nebenwirkungen