NORD STREAM 2

Schwesig bei Hafenarbeitern in Mukran

Die Fertigstellung der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 steht unter keinem guten Stern. Das Treffen in Mukran gilt als weiteres Bekenntnis der Schweriner Regierungschefin.
dpa
Das russische Verlegeschiff „Akademik Tscherski” liegt im Hafen Mukran. Das Spezialschiff wird im Hafen für s
Das russische Verlegeschiff „Akademik Tscherski” liegt im Hafen Mukran. Das Spezialschiff wird im Hafen für seinen Einsatz zum Weiterbau der Ostseepipeline Nord Stream 2 vorbereitet. Manuela Schwesig (SPD) besucht jetzt die Belegschaft. Stefan Sauer
Sassnitz ·

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ist am Freitag zu einem Besuch im Hafen von Mukran auf Rügen eingetroffen, um in der Debatte um die Fertigstellung der Ostsee-Erdgasleitung Nord Stream 2 ihre Unterstützung zu bekunden. Das Treffen mit Geschäftsführung und Mitarbeitern gilt als weiteres klares Bekenntnis der Schweriner Regierungschefin zu dem international umstrittenen Energieprojekt mit Russland. Die Regierung in Schwerin stehe hinter den Mitarbeitern, twitterte sie am Freitag.

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Die Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny hatte zuletzt auch in Deutschland Forderungen nach einem vorzeitigen Ende des Pipeline-Baus lauter werden lassen. Dieses Verbrechen müsse schleunigst aufgeklärte werden, dürfe aber nicht dazu benutzt werden, Nord Stream 2 in Frage zu stellen, hatte Schwesig jüngst erklärt. Die Pipeline, durch die russisches Erdgas nach Westeuropa fließen soll, sei ein notwendiges Infrastrukturprojekt, um die Energieversorgung in Deutschland auch nach Atom- und Kohleausstieg sicherstellen zu können.

Fracking-Gas aus den USA, die mit Sanktionsdrohungen den Pipelinebau 2019 kurz vor dem Ende zum Erliegen gebracht hatten, sei die ökologisch schlechtere Alternative und zudem teurer, betonte Schwesig. Eindeutige Drohungen dreier US-Senatoren gegen den Hafen und seine Mitarbeiter hatte die Ministerpräsidentin in einem Brief „aufs Schärfste” zurückgewiesen. Mukran gilt als wichtiger Umschlagplatz für den Pipelinebau.

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