ATTACKE GEGEN CDU

Schwesig bei Markus Lanz – Corona-Wahlkampf im ZDF

Eigentlich sollte Manuela Schwesig am Dienstagabend im ZDF über die Corona-Politik in MV reden. Doch die Ministerpräsidentin nutzte die Sendezeit bei Markus Lanz für viel Eigenlob und süffisant-giftige Attacken gegen die politische Konkurrenz.
Angriffe auf die Konkurrenz, Lob für die SPD und die Forderung, jetzt bloß keinen Wahlkampf zu machen: Ministerpr&a
Angriffe auf die Konkurrenz, Lob für die SPD und die Forderung, jetzt bloß keinen Wahlkampf zu machen: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) war am Dienstagabend virtueller Gast in der ZDF-Sendung von Markus Lanz. Jens Büttner/Archiv
Schwerin ·

In der ZDF-Talkshow von Markus Lanz gehört Manuela Schwesig (SPD) inzwischen zu den Stammgästen. Auch am Dienstagabend war die Ministerpräsidentin von MV für rund 20 Minuten zugeschaltet. Eigentlich, so hatte es Lanz angekündigt, sollte Schwesig die Corona-Politik in MV erläutern. Doch die Pandemie, sonst so wichtige Inzidenzen und das für und wider von Ausgangssperren gerieten schnell in den Hintergrund.

Schwesig sprach mit Lanz vor allem über die Kandidatenkür der Konkurrenz von CDU und CSU und deren langes Vorspiel – inklusive schwerer Vorwürfe gegen die Protagonisten Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU).

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Schaulaufen in der Union ein Problem für Merkel

Deren Auseinandersetzung, aus der Laschet als vorläufiger Sieger hervorgegangen war, hatte vor allem die Berliner Politik-Blase seit Mitte April in Atem gehalten. „Die Lage in der Pandemie wird immer schwieriger und die beiden haben nichts Besseres zu tun, als sich so eine Schlacht zu liefern“, ätzte Schwesig, ging aber noch einen Schritt weiter.

Die Spannungen zwischen den beiden Spitzenpolitikern der Union, die als Ministerpräsidenten die beiden bevölkerungsreichsten Bundesländer führen, habe die Pandemie-Politik seit rund einem Jahr belastet. „Was wir alle in den vergangenen Tagen erleben konnten, haben wir schon seit einem Jahr in der Ministerpräsidentenkonferenz erleben müssen. Das war ein Schaulaufen und hat die Konferenzen belastet“, sagte sie. Letztlich habe der Konkurrenzkampf der beiden auch dazu beigetragen, dass die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sich der Unterstützung ihrer eigenen Parteifreunde nicht mehr sicher sein konnte.

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Schwesig plaudert aus dem politischen Nähkästchen

Laschet und vor allem Bayerns Ministerpräsident Söder hätten immer wieder offen gezeigt, dass ihnen nicht an einheitlichen Lösungen gelegen war. „Herr Söder war zeitweise Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz. Da wäre es seine Aufgabe gewesen, sich mit den anderen Kollegen abzustimmen und den Dialog herzustellen“, so Schwesig. Stattdessen habe der CSU-Politiker vor allem die öffentliche Bühne gesucht, um seine eigenen Vorstellungen zu bewerben. Laschets Alleingänge in der Corona-Politik, hätten andere Länder-Chefs immer wieder in Erklärungsnot gebracht. „Wenn er in Nordrhein-Westfalen dann plötzlich die Möbelhäuser öffnet, obwohl es anders abgesprochen war, muss ich mich natürlich fragen, wie ich das hier den Gerichten erklären soll, dass das bei uns nicht geschieht“, sagte sie.

Kritik am Bund, Werbung für eigenen Kandidaten

Auch an der derzeitigen Bundespolitik ließ Schwesig kein gutes Haar. Das neue Infektionsschutzgesetz, das in diesen Tagen in Berlin verhandelt wird, sei enttäuschend. Mit großen Worten sei angekündigt worden, der Bund wolle es besser machen als die einzelnen Länder. „Wenn ich das Gesetz jetzt nach zwei Wochen Verhandlungen sehe, muss ich sagen, das die Ergebnisse weit hinter dem liegen, was wir in MV innerhalb von drei Tagen beschlossen und inzwischen umgesetzt haben“, so die Regierungschefin.

Während Moderator Markus Lanz vor allem an den Anekdoten zu den Unionspolitikern interessiert schien, erntete Schwesig kurzzeitig auch Kritik von der Journalistin Kristina Dunz, die ebenfalls zu Gast in der Sendung war. Dass der Bund ein neues Infektionsschutzgesetz verhandle, liege ja vor allem daran, dass die Ministerpräsidenten sich an vorhergehende Beschlüsse nicht gehalten hätten. „Wenn alle das umgesetzt hätten, was am 8. März beschlossen wurde, hätten wir dieses Gesetz nicht gebraucht“, so Dunz.

Auch Schwesig setze diese Dinge ja erst seit wenigen Tagen um. Ein Vorwurf, den Schwesig wortreich von sich wies und dann eine Überleitung fand, für den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz zu werben. Kurz zuvor hatte sie noch gesagt: „Ich finde, wenn wir die Pandemie jetzt gut bekämpfen, es zum Sommer wieder hinkriegen und das Impfversprechen einlesen, dann bleibt im September noch genug Zeit für demokratischen Wettstreit vor den Wahlen.“

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Kommentare (22)

Schweigen hat ebenfalls versagt. Wie ist es möglich, daß fast alle Bundesländer in ihrer Impfkampagne weiter sind als MV. Selbst Berlin, wo so gut wie nie etwas funktioniert, hat in Sachen impfen MV weit überholt. In Sachen Organisation und Impfen. Hut ab. Und was macht MV? Chaos, Unvermögen, Vertuschen. Und dazu noch falsche Zahlen veröffentlichen. Nein Frau Schwesig, ich stehe nicht mehr hinter ihnen! Bingen sie endlich das Impfenauf die Reihe, dann können sie auch auf Stimmen für sich hoffen, sonst gehen Diese an die Braunen. Wollen sie das?

nicht Schweigen, sondern Schwesig meinte ich, sorry

Sondern rot+grün meinten Sie!
Ist ja auch braun nur muss man es differenziert betrachten.

In Berlin funktioniert eigentlich gar nicht so wenig. Da wird nur (noch) offen über die Unzulänglichkeiten gesprochen.
Aber wir haben die Berliner ja nun wieder für 6- 8 Wochen ausgesperrt und irgendwann kommen sogar die nicht wieder, weil sie merken, dass dieser Unsinn in keinem anderen Bundesland praktiziert wird und es dort eigentlich auch schön ist.

Wieso sollte man die Bundestagswahl ausblenden und keinen Wahlkampf machen? Die Plandemie gehört zum Alltag - wegen der sind Grundrechte eingeschränkt, Ausgangssperren, Arbeitsverbote und Einkommensverluste - also sind Wahlen im Land und Bund wichtiger denn je. Heute wird der derzeitige Bundestag seine verfassungsgemäßen Rechte weiter einschränken und an die Bundesregierung abgeben. Die Notstandsverfügungen durch Bundesregierung werden somit in Stein gemeisselt. Die Bundesregierung darf dann zukünftig allein entscheiden, was ein Notstand sei. Die gewählten Volksvertretungen in Bundes- und Landtagen setzen dann nur noch Regierungswillen um. Wahlen werden überflüssig, das Zettelfalten auf neuem Niveau.

auf jeden Fall Populismus pur, den Gesetzentwurf haben Sie scheinbar nicht gelesen.
"Notstand":
Solange es um SARS-CoV-2 geht und definierte Grenzen überschritten werden (wie sinnvoll die auch sein mögen...).
Die Bundesregierung entscheidet den Eintritt des Falls nicht, es greift ein Automatismus.

"künftig"..."in Stein gemeißelt"
Das ist ein weicher Stein, denn künftig bezieht sich auf bis zum 30.06.2021.
Bis dahin wählt nur Sachsen-Anhalt.

Jeder klardenkende Bürger glaubt nicht an das Ende der Corona-Massnahmen zum 30.6.2021. Die nächsten Viren-Herbste und Viren-Winter kommen. Das ist sicher. Und die Fortführung dieses Notstandgesetzes mit lediglich neuer Terminanpassung wird die Folge sein.

für genügend Intensivbetten und Impfstoff sorgen, und sich nicht für Ihre Verbotsorgie loben!

Zwangsvereinung der KPD und SPD zur SED am 21.April 1946.

und Thema verfehlt!
Setzen, 5!

Aber die Kongresse waren schon paar Tage davor. Da der Doktor ein Korinthenkacker ist sollte man das genau nehmen. Er muss immer verbessern er kann nicht anders. Er braucht die Anerkennung nicht nur hier.
🥳

geht eigentlich nur auf die Nerven und das scheint auch seine Absicht zu sein.
Ein Korinthenkacker - wie Sie richtig festgestellt haben - der seine "News" aus dem staatlichen Zentralfernsehen und anderen "hochzuverlässigen und einzig wahren Medien" bezieht.
Er sieht das Leben aus seiner Sicht, hat nicht die Fähigleit, sich in die Situation anderer zu versetzen und will uns allen die Welt erklären. Das wollen auch die von ihm so hofierten Obrigkeiten in Bund und Ländern.
An "Erklärern" hat es keinen Mangel - nur an Aktiven, die wirklich etwas verbessern in diesem Land.
Wer aber etwas verbessern will, der muss zunächst - und da sind wir wieder beim Doktor - eine realistische Diagnose stellen.
Und nicht mit Daten hantieren, die willkürlich, zusammenhangslos und in Teilen falsch sind.
Und wer etwas verbessern und Leben wieder möglich machen will, der braucht Mut und Visionen. Alles Fehlanzeige.
Hier geht es fleißig bergab, ganze Lebenspläne und Existenzen, ja ganze Wirtschaftszweige werden mit Verweis auf ein Phantom vernichtet und "Peter Plys" singt sein Loblied dazu.
Und bevor er nun wieder losjodelt mit seinen Intensivbetten und den schwersten Fällen in völlig überlasteten Krankenhäusern:
Wer - bitteschön - hat denn seit Jahrzehnten das "Gesundheitswesen" krank gemacht, kaputtgespart, wegprivatiesiert und zur Renditeanstalt für geldgierige Aktionäre verkommen lassen?
Genau die, die Genosse "Plys" heute so vehement verteidigt und bejubelt.
Ich habe mich in Zorn geschrieben. Verzeihung.
Aber soviel Ingnoranz lässt mich meinen Konfirmationskaffee wiedersehen...

AfD, Pegida, Querdenkern und Reichsbürgern brauche ich aber auch nicht.

🍺

braucht nur den Suff.
Im Dämmerzustand lauern dann in jeder Ecke wieder die bösen Nazis und bösen,bösen Räächten...von denen er hier immer erzählt.

brauchen, gibt es im Kiosk um die Ecke.
Oder im Zentralkommitee.
Alles aufgelöst oder geschlossen?
Pech gehabt.
Alle von Ihnen Genannten aber werden bleiben, denke ich. Und auch wenn ich lange nicht all die dort skandierten Parolen gut finde:
Es ist nunmal die einzige wirklich aktive Opposition in diesem Land der Nationalen Einheitsfront...

Das sich Frau Schwesig bei jeder Gelegenheit zu den Coronamaßnahmen in MV lobt ist schon penetrant und nervt einfach.Bei M.Lanz wird sie gleich noch mehr gelobt und keiner hinterfragt die Maßnahmen im Land.
Zweitwohnbesitzer,Kleingärtner,Dauercamper etc. werden ohne jegliche Alternativen aus dem Bundesland geschmissen,aber Steuern,Pacht,Versicherungen usw.kann man ruhig abdrücken.
Das ganze spielte sich auch im letzten Jahr schon ab.
Eine Alternative wäre doch ein Negativtest (ein oder zweimal die Woche) oder wer zweimal geimpft wurde kann seine Wohnung,Boot,Garten oder Campingplatz nutzen.
Wer zahlt bei Schäden,Einbruch oder Diebstahl?

Auch wichtig ist eine nächtliche Ausgangssperre.Das Virus agiert nur Abends bis in die Nachts hinein,am Tage ist alles okay.Lächerlich!
Wer Party machen will,findet immer einen Weg.

Außerdem ist ein Treffen mit max. einem weiteren Haushalt erlaubt, Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit,weil ja Kinder unter 14 Jahren sich nicht infizieren und auch keinen anstecken können.
Überall wo Menschen zusammen kommen (Arbeitsplatz,Kitas,Schulen etc.) besteht das Problem.
Die meisten Maßnahmen sind nicht zu Ende gedacht.
Jegliches experimentieren oder Wahlkampfgehabe kostet jeden Tag Menschenleben.
Als machte man eine Busreise mit einem volltrunkenen Fahrer.

Schön aber auch, dass die verantwortlichen für den ganzen Wahnsinn einen Gedenktag, für die Coronaopfer abgehalten haben.
Das ist schon übel ...

Der letzte Sommer war so friedlich,dass die verantwortlichen Politiker direkt eingeschlafen waren,obwohl alle Welt von einer zweiten Welle im Herbst sprach.
Nichts wurde unternommen. Nichts!

Also weiterhin gute Reise mit einem besoffenen Busfahrer.

Sollte ich irgendeinen beleidigt oder diffamiert haben,bitte ich aufrichtig um Verzeihung. Ich würde aber grundsetzlich bei meiner Einschätzung bleiben.
Max von Rügen

Aus Gold kann sie Mist machen und bekommt noch eine Bühhne dafür.

Hat die Frau was mit dem Lanz? So oft wie sie sich da presentiert fällt das schon auf.... Und erst dann die tollen Honorare......Es wäre besser Bointech Pfizer herbeizuschaffen statt der Totesimpfmasse Astrazenika.

erstmal Deutsch zu lernen. 4 Rechtscgreib- und ein Kommafehler in einem kurzen Post ist schon rekordverdächtig.

Rechtschreib

Pommernschädel schon wieder voll und spielt den Lehrer...herlich