CORONA-KRISE

Schwesig bleibt bei der Prostitution hart

Trotz vergleichweise geringer Infektionszahlen in Mecklenburg-Vorpommern bleibt es im Rotlicht-Milieu dunkel. Die Ministerpräsidentin verwies dabei auf den 21. Oktober.
Opfer der Corona-Krise: Das Geschäft mit der Prostituion liegt in MV lahm.
Opfer der Corona-Krise: Das Geschäft mit der Prostituion liegt in MV lahm. Fotolia
Schwerin.

Bei den vielen Lockerungen, die in den vergangenen Wochen von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns in Sachen Corona verkündet worden sind, bleibt ein Bereich weiter ausgespart: Die Prostitution im Land bleibt zunächst verboten. Dabei haben die anderen vier Bundesländer im Norden (Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein) Sex-Arbeit – unter strengen Auflagen – seit dem 15. September wieder gestattet.

Erst beim nächsten MV-Gipfel am 21. Oktober werde die Landesregierung sowohl über Prostitution in Corona-Zeiten als auch betriebliche Weihnachtsfeiern und Laternenumzüge beraten, sagte MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Dienstag nach einer Kabinettsrunde. Zunächst habe der zuverlässige Regelbetrieb an Schulen und Kitas Vorrang sowie ein Winterwirtschaftsprogramm oberste Priorität, betonte die Ministerpräsidentin.

Bei Betroffenen in MV ist die Enttäuschung über diesen Prostitutions-Sonderweg in ihrem Bundesland groß. Mit Blick auf die besonders niedrigen Infektionszahlen in Mecklenburg-Vorpommern und der Erlaubnis von zahlreichen Zuschauern bei Sportveranstaltungen hatten sie mit einem Ende der Restriktionen fest gerechnet. In sozialen Medien hatten Betroffene in den vergangenen Tagen spekuliert, dass dabei weniger Corona als politisches Kalkül maßgeblich sei.

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Kommentare (2)

sind gegen käufliche Liebe.

Zum Glück gibt es auch einen Schwarzmarkt hierfür....In diesem Land darf jeder sein Geld verdienen mit körperlicher Arbeit....Erteilt mal der Schwesig Berufsverbot, mal sehen wie sie wütend wird...hihihi