Auch in Wöbbelin legte Manuela Schwesig bei der Gedenkveranstaltung „77 Jahre nach der Befreiung der KZ-Außen
Auch in Wöbbelin legte Manuela Schwesig bei der Gedenkveranstaltung „77 Jahre nach der Befreiung der KZ-Außenstelle” einen Kranz nieder. Das war bereits am 2. Mai. Jens Büttner
Zum 8. Mai

Schwesig dankt Alliierten für Befreiung

Am 8. Mai müsse laut Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auch daran erinnert werden, dass sich Deutschland nicht selbst von den Nationalsozialisten befreien konnte.
dpa
Schwerin

Mit einer Kranzniederlegung am Denkmal „Die Mutter” in Raben Steinfeld bei Schwerin hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Sonntag an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 77 Jahren erinnert. „Der 8. Mai ist ein wichtiger Tag in der deutschen Geschichte”, sagte sie. „Ein wirklich historischer Tag.” Für die allermeisten Menschen sei der 8. Mai ein Tag der Freude und Erleichterung gewesen, sagte Schwesig weiter. „Endlich war Schluss mit diesem furchtbaren Krieg, der große Teile von Europa und darüber hinaus in Schutt und Asche legte und über 60 Millionen Opfer forderte. Es war ein verbrecherischer Angriffskrieg.”

Putin habe Frieden zerstört

Am 8. Mai müsse auch daran erinnert werden, dass sich Deutschland nicht selbst von den Nationalsozialisten befreien konnte. „Das haben die Alliierten und ihre Armeen getan. Dafür sind wir ihnen bis heute dankbar”, sagte die Regierungschefin laut der Mitteilung. Leider herrsche heute wieder Krieg in Europa. „Wladimir Putin hat mit seinem Angriffskrieg in der Ukraine den Frieden zerstört”, sagte Schwesig, die wegen ihres langen Festhaltens an der Nord Stream 2-Pipeline für russisches Erdgas trotz vieler Warnungen kritisiert wurde. „Für uns ist klar: Wir stehen an der Seite der Angegriffenen und Verfolgten, wir stehen für Freiheit und eine offene Gesellschaft und setzen uns für Frieden und Demokratie und Europa ein.”

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 eit 2002 ist der 8. Mai Landesgedenktag in Mecklenburg-Vorpommern und wird als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des 2. Weltkriegs begangen. Die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, Jeannine Rösler, sagte: „Gerade auch vor dem Hintergrund des grausamen Krieges in der Ukraine muss uns der 8. Mai eindringliche Mahnung sein.” Krieg kenne letztlich keine Gewinner. „Wir schulden es den Kriegsopfern auf der ganzen Welt, alles zu unternehmen, Blutvergießen und unermessliches Leid zu beenden.”

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Kommentare (2)

Tolle Befreiung, historisch gewachsene deutsche Stadtkerne niederzubrennen! Vielen Dank.

Die SS kam nicht weiter! Raben Steinfeld bei Schwerin wurde durch kampflos Amis und Russen befreit. Dort endete am 2. Mai 1945 der Todesmarsch für 18.000 der insgesamt 33.000 entkräfteten Häftlinge aus dem KZ Sachsenhausen.