SPD-Treffen in Güstrow

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Schwesig erwartet GroKo-Mehrheit in MV

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig 
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig
Jens Büttner

Am Sonntag sollen die SPD-Delegierten über mögliche Koalitionsverhandlungen mit der Union abstimmen. Am Freitagabend wurde darüber kontrovers in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert.

Güstrow. Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Chefin und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig geht davon aus, dass die Delegierten aus dem Nordosten beim Sonderparteitag am Sonntag mehrheitlich für Koalitionsverhandlungen mit der Union stimmen werden.

Nach einem Treffen mit rund 90 Funktionsträgern der Landespartei sagte Schwesig am Freitagabend in Güstrow, die sechs Delegierten aus dem Bundesland würden sich vor dem Parteitag noch einmal beraten. Sie gehe davon aus, dass die Mehrheit von ihnen für GroKo-Verhandlungen stimmen wird. Die Diskussion bei dem vierstündigen Funktionärstreffen beschrieb die Ministerpräsidentin als kontrovers. Befürworter wie Gegner einer neuen großen Koalition seien zu Wort gekommen, und alle hätten für ihre Positionen gute Argumente gehabt.

Jusos demonstrierten gegen GroKo

Sie habe für GroKo-Verhandlungen geworben, weil gute Dinge für die Menschen im Land möglich seien, zum Beispiel in der Bildung und im Gesundheitsbereich.

Trotz der kontroversen Debatte zeigte sich Schwesig „hochzufrieden” mit dem Treffen. Sie sei sehr beeindruckt von dieser Diskussion, weil sie sehr sachlich und inhaltlich und mit großem Respekt voreinander geführt worden sei. Die Partei mache sich die Entscheidung nicht leicht.

Mitte der Woche sprach sich Schwesigs SPD-Ortsverein gegen Koalitionsverhandlungen aus. Vor der Veranstaltung am Freitagabend demonstrierten einige Jusos gegen eine neue GroKo.

Große Koalition laut Umfrage nicht beliebt

Hätten die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern das Wort, würden sich lediglich 41 Prozent der Befragten für ein neues Bündnis aus Union und SPD in Berlin aussprechen, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Ostsee-Zeitung hervorgeht.

18 Prozent würden eine Minderheitsregierung der Union bevorzugen, 32  Prozent waren für Neuwahlen, 9 Prozent unentschlossen. Bei der Umfrage hat Forsa den Angaben zufolge 1001 Wahlberechtigte in MV befragt.

Kommentare (2)

Nicht ganz zu Unrecht haben die Sozis Angst vor dem langsamen Niedergang ihrer Partei. Doch deshalb Selbstmord zu verüben ist grotesk. Nach dem gebrochenen Wort des Parteichefs erneut eine Große Koalition einzugehen wäre für die SPD faktisch politischer Selbstmord. Deutschland drohen dreieinhalb weitere bleierne Jahre, die einem politischen Stillstand gleichkommen. AfD und Linkspartei reiben sich schon die Hände.

wenn dieses von den Altparteien so stümperhaft inszenierte GroKO Revival, also ein - weiter so - deren Ende einläutet dann soll es möglichst schnell so sein und ist auch gut so - - weg mit diesen schlechten Torten - ein Neuanfang ohne Merkel, ohne ihre faulen Doktrin, ohne ihre Denkweise und Lakaien und Anhänger in SPD, CSU , Grünen und Linken - kann D im Moment und auf Dauer letztendlich nur gut tun - in allen gesellschaftlichen Bereichen - National wie International - von Hemmnissen trennen und beim Aufbau an Morgen und Übermorgen denken unseren Nachkommen, unserem land, Europa und der Welt, in Frieden Zusammenarbeit und Anstand verpflichtet