VOR CORONA-GIPFEL

Schwesig fordert Corona-Lockerungen über Weihnachten

MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) plädiert in einem Interview für die Fortsetzung der Kontaktbeschränkungen - die für die Feiertage aber etwas gelockert werden sollen. Und kritisiert auch einen Vorschlag der Kanzlerin.
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht sich für Lockerungen für die Fe
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht sich für Lockerungen für die Festtage aus. Stefan Sauer
Schwerin ·

Zwei Tage vor dem nächsten Corona-Gipfel hat sich die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern für Corona-Lockerungen während der Festtage ausgesprochen. Im Gegenzug forderte Manuela Schwesig (SPD): „Was wir dringend brauchen, sind strengere Regeln für sogenannte Hotspots.”

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In einem Interview im Deutschlandfunk plädierte sie für Fortsetzung der Kontaktbeschränkungen, aber für Lockerungen über Weihnachten und Neujahr. Schwesig bekräftigte: „Der Staat will niemandem vorschreiben, mit wem er Weihnachten zu feiern hat.” Unabhängig davon müsste man aber die Kontaktbeschränkung in einer mindestens abgemilderter Form aufrecht erhalten, weil die Vergangenheit gezeigt habe, dass Familienfeiern einen sehr schlechten Einfluss auf das Infektionsgeschehen hätten.

Halbe Klassen-Modell der Kanzlerin "ungerecht und sinnlos"

Auch müssten Regelungen dort, wo der R-Wert sich positiv entwickelt, vorzeitig gelockert werden können, so die Ministerpräsidentin. In dem Interview machte sie sich wieder einmal stark für bundesweit einheitliche Corona-Maßnahmen.

Den Vorschlag aus der vorigen Woche von der Bundeskanzlerin, Schulen auf das Modell halber Klassen umzustellen, fand sie hingegen „ungerecht und sinnlos”, weil das alle Schülerinnen und Schüler benachteiligt hätte. Auch wenn es gar keine Infektionen gibt. Das Modell von Jens Spahn (CDU), dass er an diesem Wochenende vorgeschlagen hat, sei richtig. Der Gesundheitsminister hat sich für die Isolation einzelner Klassen und viele Schnelltests ausgesprochen.

 

 

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Kommentare (2)

Das gibt es nicht schon Aufgrund meiner Erlebnisse beim Einkaufen, besuchen der Sparkasse sowie dem Verhalten der Leute in den öffentlichen Verkehrsmitttel und jetzt noch das Verhalten der eigenen Familie. Besuch zum Totensonntag aus dem Coronahotspot Berlin bei meiner fast 80 jahre alten Mutter. Kein Kontrollen aber über die Verschärfung der Regeln reden. Das ist doch alles Verarschung.

Vom kleinen Dorfbürgermeister bis ins Kanzleramt , zu Frau M. , kann man da noch jemanden ernst nehmen? NEIN!
Am besten jeder macht seins !