MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Das Energiegeld, das die Arbeitnehmer ab September in Höhe von 300 E
MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Das Energiegeld, das die Arbeitnehmer ab September in Höhe von 300 Euro pro Erwachsene und 100 Euro pro Kind ausgezahlt bekommt, muss auch auf die Rentner ausgedehnt werden” Jens Büttner
Explodierende Energiepreise

Schwesig fordert von Bundesregierung mehr Geld für MV-Bürger

Robert Habecks Horrorszenario der teuren Gasumlage ab Herbst lässt MV-Regierungschefin Schwesig keine Ruhe. Sie macht Druck auf die Bundesregierung.
Schwerin

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die Bürger in Deutschland am Donnerstag mit seiner Ankündigung einer Gasumlage geschockt. Demnach kommen auf die Menschen ab dem Herbst nicht nur hohe private Rechnungen ihrer Energieversorger zu, sondern auch noch eine staatliche verordnete Gasumlage. Diese dürfte sich nach vorläufigen Berechnungen zwischen 300 und gut 1000 Euro bewegen.

Schwesig fordert Geld für Rentner

Also: Belastung statt Entlastung. Dies will Manuela Schwesig so nicht hinnehmen. Am Freitagnachmittag erneute die SPD-Politikerin mit Nachdruck ihre Forderung an die Bundesregierung nach einem weiteren Entlastungspaket für die Bürger. „Das Energiegeld, das die Arbeitnehmer ab September in Höhe von 300 Euro pro Erwachsene und 100 Euro pro Kind ausgezahlt bekommt, muss auch auf die Rentner ausgedehnt werden”, sagte die frisch aus dem Urlaub zurückkehrte Ministerpräsidentin.

In dem Zusammenhang machte Schwesig klar, dass Mecklenburg-Vorpommern bereit sei, sich an einem zusätzlichen Entlastungspaket finanziell auch zu beteiligen.

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Gleichzeitig stellte Schwesig unmissverständlich fest, wie wichtig es jetzt sei, so schnell wie möglich zusätzliche Energiequellen zu erschließen. Da das preisgünstige russische Gas nun nicht mehr so reichhaltig fließe und durch die Verknappung der Menge die Preise entsprechend explodiert seien, komme den geplanten zwei LNG-Terminals in Lubmin große Bedeutung zu.

Schwesig schwenkt um zu Flüssiggas

„Durch die Pipelines Nord Stream 1 und 2 sind die infrastrukturellen Voraussetzungen in Lubmin besser als an anderen Standorten. Ich hoffe, dass das Flüssiggas zu einer Entlastung auf dem Energiemarkt führen kann”, sagte Schwesig. Allerdings dürften noch viele Monate ins Land gehen, ehe die Terminals im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns in Betrieb gehen können.

Am Dienstag wird sich die Landesregierung im übrigen von Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, im Rahmen der Kabinettssitzung aus erster Hand über die aktuelle Entwicklungen bei der Energieversorgung informieren.

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