Manuela Schwesig (SPD), Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin, spricht auf der 5. Windflüchter Charity-Gala. D
Manuela Schwesig (SPD) sprach sich auf der 5. Windflüchter Charity-Gala für die Unterstützung von Krebspatienten aus. Stefan Sauer
Krebsstiftung

Schwesig hebt Bedeutung von Kinderhospizen vor

Auch dieses Jahr werden wieder 500 000 Menschen an Krebs erkranken. Die Stiftung „Betroffen” plant nun ein Hospiz für Kinder.
dpa
Stralsund

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat bei einer Gala zur Unterstützung von Krebspatienten auf die besondere Bedeutung von Kinderhospizen hingewiesen. Die Krankheit bedeute für die Kinder und die Familien unfassbares Leid, sagte Schwesig bei der 5. Windflüchter Charity-Gala in Stralsund am Samstagabend.

Eltern müssen sich mit Tod von Kind auseinandersetzen

Dann sei es wichtig, dass es auch ehrenamtlich tätige Menschen gibt, die da sind, vor allem dann, wenn den Kindern keine Therapie mehr helfen könne. Dann müssten sich Eltern damit auseinandersetzen, dass ihr Kind viel zu früh sterben wird. Schwesig verwies darauf, dass die Stralsunder Stiftung „Betroffen”, die die Gala ausgerichtet hat, ein Kinderhospiz plane. Hör- und sichtbar gerührt berichtete Schwesig von ihren eigenen Erfahrungen als Tumorpatientin. Von den Momenten beispielsweise im Krankenhaus, in denen helfende Hände Trost gespendet haben. Dabei dankte sie allen ehrenamtlich tätigen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern für ihre Arbeit. Sie schafften Gemeinsamkeit, Zugehörigkeit und stärkten das Verantwortungsgefühl für das eigene Umfeld. Im September 2019 hatte Schwesig ihre Brustkrebs-Erkrankung öffentlich gemacht und jüngst auch eine mehrwöchige Auszeit für eine Nachbehandlung genommen.

Auch Not von Flüchtlingen wurde thematisiert

Die Stiftung war vom Ärztlichen Direktor der Helios Klinik Stralsund, Matthias Birth, gegründet worden. Birth verwies darauf, dass auch in diesem Jahr rund 500 000 Menschen neu an Krebs erkranken werden. Dies seien 500 000 Einzelschicksale, mehrere Millionen Angehörige, für die eine Welt zusammenbricht, seien betroffen. Birth und Schwesig verwiesen auch auf die Not von Flüchtlingen aus der Ukraine. Schwesig betonte, dass im Doppelhaushalt, der kommende Woche im Landtag eingebracht werden soll, rund 320 Millionen Euro für humanitäre Unterstützung vorgesehen sind. Es müsse gezeigt werden, dass die Menschen zusammenstehen und solidarisch sind.

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