FINANZ-STAATSSEKRETÄR

Schwesig holt Arbeitsamt-Chef nach Schwerin

Quereinstieg in die Politik: Der Chef der Greifswalder Arbeitsagentur, Heiko Miraß (SPD), wird neuer Staatssekretär im Finanzministerium. Und eine Ministerialbeamtin vertritt das Land MV künftig in Berlin.
Gabriel Kords Gabriel Kords
Antje Draheim und Heiko Miraß
Antje Draheim und Heiko Miraß Carsten Korfmacher
Heiko Miraß (SPD)
Heiko Miraß (SPD) Carsten Schönebeck
Schwerin.

Manuela Schwesig hat das Sommerfest der MV-Landesvertretung in Berlin zur Verkündung von Personalentscheidungen genutzt: Der bisherige Chef der Greifswalder Arbeitsagentur, Heiko Miraß (SPD), wird neuer Staatssekretär im Finanzministerium. Er hatte 2017 erfolglos für ein Bundestags-Direktmandat in Vorpommern gekämpft, war ansonsten aber politisch noch nicht in Erscheinung getreten.

Schwesig hat sich damit für einen Polit-Quereinsteiger entschieden. Miraß gilt als Vertrauter von Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann. Der Volkswirt ist gebürtiger Greifswalder und lebt auf Rügen. Er ist seit Anfang der 90er Jahre für die Arbeitsagentur tätig, zuletzt zuständig für den Bereich Vorpommern.

Es ist bereits der zweite Finanz-Staatssekretär binnen weniger Wochen: Ursprünglich hatte Schwesig ihren Vertrauten Heiko Geue (SPD) aus dem Berliner Familienministerium nach Schwerin geholt, um diesen Posten zu bekleiden. Nach dem Rücktritt von Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) wurde Geue jedoch Chef der Staatskanzlei, weil dessen Amtsvorgänger Reinhard Meyer (SPD) neuer Finanzminister wurde.

Schwesig gab zudem noch eine weitere Personalentscheidung bekannt: Antje Draheim (SPD), bislang Abteilungsleiterin im Schweriner Sozialministerium, wechselt als Bevollmächtigte des Landes in die MV-Landesvertretung nach Berlin. Die Juristin ist in der MV-SPD Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen. Sie ist gebürtige Rostockerin und war ebenfalls lange für die Arbeitsagentur zuständig. Schwesig holte sie während ihrer Zeit als MV-Sozialministerin in ihr Schweriner Ministerium.

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Kommentare (8)

wird hoffentlich bald ein Ende haben. In Deutschland sind Staatssekretäre - abgesehen von Professoren - die höchsten Beamten. Und sehr sehr gut bezahlt! Wieder so ein strahlender Günstling!

Die haben das Beben auch noch nicht mitbekommen. Vom Schuß hören, kann man nicht mehr sprechen. Ignoranz überall!

regiert Deutschland mit und verteilt fleißig Posten. Es ist als ob ein Todkranker noch den Chef markiert.

Weidel hatte gestern von Untoten, die auf der Bühne stehen, gesprochen. Das ist auch in MV so. Ehem. SPD- Wähler wählen neuerdings die Grünen, anscheinend, weil Annalena und Robert so sypathisch rüber kommen. Mit Inhalten und Lösungen sieht es bei denen noch schlimmer aus, als bei den Genossen. Es muß hier noch alles schlimmer kommen, bevor der gesunde Menschenverstand wieder einsetzt. Schiet Wohlstandsbeqemlichkeit.

Ich bin ganz bestimmt kein SPD Fan, zumindest seitdem Sie die Arbeiter mit der Agenda 2010 verraten haben, aber das ist doch ein ganz normaler demokratischer Vorgang. Die MP des Landes MV, Manuela Schwesig, hat Posten zu besetzen. Und wen wählt Sie da aus? Micky Maus? Donald Trump? Oder etwa Alice Weidel? Von der bösen Zungen behaupten, sie sieht aus wie eine Untote... Nein, sie wählt natürlich Leute aus, die Ihr politisch nahe stehen...Alles andere wäre doch echt bescheuert. Mal Hand aufs Herz! Sie würden natürlich anders entscheiden. Ein Glück muss sich die afd oder daf oder fad nicht mit so einer Frage beschäftigen. Denen gehen ja schon die Leute aus , wenn es darum geht eine Wahlliste für die Kommunalwahl zu bestücken oder das nächste Bier von der Tanke zu holen...Ich erkenne hier eine hauchdünne Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität. Gute Nacht, ihr zwei Sympathen und Hut ab vor Ihrer allgemeinen Geistesleistung.

...das liest sich, als würden Sie sich "persönlich" auf den Schlips getreten fühlen. :-) Und da greife ich Ihren Begriff "Demokratie" mal so eben auf. Ja, was genau ist denn in Ihren Augen Demokratie?! Für die ersten sechs Sätze bringe ich absolutes Verständnis auf.......aber dann wird es einfach nur noch undemoakratisch und billig.

Lesen Sie mal bitte aus https://www.tagesschau.de/inland/afd-kandidaten-101.html den letzten Satz und dann wissen Sie, warum die AFD zu wenig Kandidaten findet. Für Sie zusammengefasst: Angst vor persönlicher und beruflicher Benachteiligung. Einen "demokratischen" Werdegang kann ich in der Stellenbesetzungspolitik der MP nicht erkennen. Soll es auch nicht sein. Hier offenbart sich vielmehr, daß die Leute von der Stange gehen, wenn ein Quereinsteiger auf Posten gehieft wird. Wie lautete denn die Stellenausschreibung? Suchen Sie nicht, ich mutmaße, die gab es nicht. Das genau zeichnet Günstlingspolitik aus. Man nimmt nicht den Besten, sondern jemanden, der pol. nahe steht. Und das soll ein demokratischer Vorgang sein? Nein! Seches! Setzen.

Leute schickt das Arbeitsamt in die Politik......Der hat doch Ahnung wie eine Lila Kuh auf dem Mond.