CORONA-REGELN

Schwesig kündigt Quarantäne für Reisende aus MV an

Wer über Weihnachten durch Deutschland reist, der muss mit harten Konsequenzen rechnen. Wie die Regeln konkret aussehen wird in Schwerin noch beraten.
dpa
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) rühmte sich schon im Herbst zeitweilig mit besonders strengen Reise-Regel
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) rühmte sich schon im Herbst zeitweilig mit besonders strengen Reise-Regeln. Teilweise wurden die von Gerichten wieder einkassiert. Jens Büttner
Schwerin ·

Mecklenburg-Vorpommern will das Reisen innerhalb Deutschlands weiter verringern. Wer künftig in ein Risikogebiet fährt, soll nach der Rückkehr in Quarantäne müssen, kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) an. Die Regierungschefin beließ es aber auf Nachfrage bei vagen Andeutungen. Details sollen bei einer Sonder-Kabinettssitzung am Freitag geklärt werden. Reisen zur Kernfamilie könnten ausgenommen werden.

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Schwesig verweist auf Quarantäne-Regeln für Polen

„Klar ist, dass wir nicht einfach so in Deutschland in Risikogebiete, gerade Hotspots, reisen können und zurückkommen können, als sei nichts gewesen“, sagte Schwesig. Es solle nicht das Reisen an sich verboten werden. „Wir prüfen, bei welchen Reisen, wenn man zurück kommt, man selber in Quarantäne muss.“ Rückkehrer aus ausländischen Risikogebieten, etwa Polen, müssen bereits in Quarantäne.

Weiter Engpässe bei kostenlosen Masken

In den Innenstädten war es aufgrund der Ladenschließungen deutlich ruhiger als sonst. In den Apotheken kam es jedoch zu Engpässen bei den kostenlosen FFP-2-Masken für Menschen über 60 und Risikopatienten. Die Vorräte in den Apotheken waren weitgehend erschöpft. Die Betreiber machten vielerorts ihre Kunden schriftlich in Schaufenstern oder an Aufstellern darauf aufmerksam. Am Dienstag hatte die vom Bund finanzierte Aktion wegen der großen Nachfrage häufig zu Schlangen vor den Apotheken geführt.

Wie ein Sprecher des Apothekerverbandes Mecklenburg Vorpommern sagte, konnten die für die kostenfreie Verteilung vorgesehenen Schutzmasken erst Ende vergangener Woche bestellt werden. Diese gingen nun vielfach erst in den Versand. „Ich bin aber zuversichtlich, dass die Masken in Kürze wieder verfügbar sein werden“, sagte der Sprecher. Lieferprobleme seien nicht bekannt.

Probleme beim Lockdown

Der sogenannte harte Lockdown begann am Mittwoch in Mecklenburg-Vorpommern mit Hindernissen. Der Server für die Lernplattform der Schulen brach zusammen. Nach der Aufhebung der Präsenzpflicht sei der Zugriff der Schulen auf das Lernmanagementsystem am Mittwoch sprunghaft angestiegen, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums in Schwerin. Diese „enorme Nutzung“ habe dazu geführt, dass die Server, auf denen „itslearning“ läuft, an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen seien und die Arbeit mit dem System zeitweise nicht möglich gewesen sei.

Ein Sprecher des Bildungsministeriums versprach in Schwerin, dass mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet werde, um schnellstmöglich zusätzliche Server-Kapazitäten für die Lernplattform zur Verfügung zu stellen. So soll das System stabilisiert werden. Mehr als 300 Schulen haben nach seinen Worten bislang die Zugangsdaten zu der Lernplattform bekommen, über die Lehrer ihren Schülern Aufgaben übermitteln und schriftlich mit ihnen kommunizieren können. Das ist mehr als die Hälfte aller Schulen im Land.

Kein Verständnis für Probleme bei den Schul-Servern

Das Problem mit dem Schul-Server sorgte bei der Opposition für Kopfschütteln. Der schulpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag, Jens-Holger Schneider, meinte: „Monatelang hatte die Landesregierung Zeit, eine funktionierende und belastbare Lernplattform einzurichten. Monatelang war absehbar, dass es zu einem Lockdown der Schulen kommen könnte.“ Dass „itslearning“ gleich am ersten Tag des Lockdowns zusammenbreche, sei ein Armutszeugnis.

Auch die Fraktionsvorsitzende der Linken, Simone Oldenburg, kritisierte: „Dilettantischer geht es nicht, wenn zur Hauptunterrichtszeit am Vormittag der Server zusammenbricht. Offenbar hat das Bildungsministerium nicht damit gerechnet, dass so viele Schülerinnen und Schüler am digitalen Unterricht teilnehmen.“ Dabei könne ohnehin nur jede fünfte Schule die Plattform nutzen, weil sie über die dafür erforderliche Breitbandverbindung verfüge. Oldenburg forderte für Schulen ohne Breitband müsse es Internetanbindungen über Satellit oder vergünstigte Tarife für mobile Datenverbindungen geben.

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Kommentare (4)

Schon nach der seit 1977 gültigen 118/77 sind Ausreisewillige in kontinuierlich zu führenden Aussprachen von ihrem Vorhaben abzubringen.

Warum? Wem nützt diese Unmenschlichkeit? Eigentlich wollte ich hier nichts mehr schreiben, aber diese Sauereien sind unerträglich.

Menschenschicksale, die es nicht in die .....( ich weiß nicht so recht, wie ich die Presse nennen soll) Presse schaffen:

Sie versprechen sich, den anderen auf keinen Fall allein zu lassen, sollte einer gehen müssen.

Die Frau wird krank. Ein Krankenhausaufenthalt ist erforderlich.

Der alte Mann wird gezwungen, sein Versprechen zu brechen. Er lässt seine Frau auf dem Sterbebett allein. Die Frau ruft immer wieder nach ihm, erzählt eine Schwester im Krankenhaus. Doch er darf nicht zu ihr. Die Coronabestimmungen untersagen ihm, das Krankenhaus zu betreten. Am Telefon sagt der Arzt, dass es nicht gut um seine Frau stehe. Er müsse sich auf das Schlimmste gefasst machen.

„Das Schlimmste“ für den alten Mann war nicht, dass sie sterben muss; das Schlimmste für ihn war, dass er sie nicht begleiten durfte. Das hatte er ihr doch versprochen!

„Der Mann weinte und konnte nicht mehr aufhören,“ erinnert sich Annette.

Am Tag der Beisetzung ist er ganz ruhig und schweigsam. Der alte Mann erscheint gefasst und entschlossen.

Zwei Tage später ruft der Bestatter bei Annette an. Der alte Mann hatte sich erhängt. Der alte Mann hieß Wolfgang. Er wurde 82 Jahre alt.

PS: Wir haben uns in diesem Fall entschieden, über das Thema Suizid zu berichten – insbesondere, weil eine große gesellschaftliche und politische Relevanz vorhanden ist. Leider kann es passieren, dass depressiv veranlagte Menschen sich nach Berichten dieser Art in der Ansicht bestärkt sehen, dass das Leben wenig Sinn habe. Sollte es Ihnen so ergehen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Hilfe finden Sie bei kostenlosen Hotlines wie 0800-1110111oder 0800 1110222.

https://reitschuster.de/post/der-alte-mann/

... sie schlägt sicher ein, man weiß nur nie wo und wann.

Langsam halte ich ihr Agieren für Taktik, um vom eigenen handwerklichen Unvermögen abzulenken. Its-Learning schmiert ab, Altenheime sind tickende Zeitbomben, dubiose Briefe an Eltern und Kita - Sozialministerin dafür auf Tauchstation, FFP 2 Masken so la la, Schnelltests stehen zwar in der Verordnung, sind aber nicht flächendeckend verfügbar und die Wirtschaftshilfen laufen auch nicht zeitgerecht. Stattdessen wieder Mio für die Werften, an deren Überlebensfähigkeit selbst der eigene Finanzminister nicht mehr glaubt.

Wer nicht verstanden hat warum er seine Kontakte minimieren soll, den wird auch so ein Verbot nicht abschrecken. Rrrrrrrregeln, immer wieder Rrrrrregeln, es rrrrrrreicht noch nicht!!!! Diese Frau ist irgendwie zerfressen von der Angst und meint tatsächlich, sie könne so Herrin der Lage werden. Niemand in ihrem Umfeld scheint ihr diesbzüglich mal ein Feedback zu geben.

Verbote bringen Zeit (und kosten Vertrauen), lösen aber langfristig kein einziges Problem.

Sie hat alle mit eigener Meinung weggebissen.
Hoffen wir alle, dass sie im Herbst die Quittung dafür bekommt, und die (für immer) UNGEWÄHLTE bleibt.