MV Werften

Schwesig macht Werftarbeitern Hoffnung

Landesregierung, Betriebsräte und IG Metall wollen nach der Insolvenz der MV Werften eng zusammen arbeiten. Ein Problem muss dabei schnellstens gelöst werden, stellte Manuela Schwesig klar.
Im Krisenmodus: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (beide SPD) sprachen am Mittw
Im Krisenmodus: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (beide SPD) sprachen am Mittwochmorgen mit den Betriebsräten der insolventen MV Werften. Jens Büttner
Schwerin

„Die Insolvenz der MV Werften ist bitter, sie ist aber nicht das Ende.” Mit diesem Satz versuchte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Mittwochmittag den knapp 2000 Wertmitarbeitern ein wenig Hoffnung zu machen. Und diese Hoffnung trägt aktuell sogar einen konkreten Namen: Rechtsanwalt Christoph Morgen von der Hamburger Kanzlei Brinkmann & Partner.

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Morgen wurde am Mittwoch vom Amtsgericht Schwerin als Insolvenzverwalter eingesetzt. Der Rechtsbeistand trägt nach Auskunft der Ministerpräsidentin den Titel „Anwalt des Jahres 2021” und soll sich laut Landesregierung, Betriebsräten und IG Metall vor allem darum kümmern, die noch ausstehenden Dezember-Gehälter für die Werftarbeiter zu organisieren. Dabei handelt es sich um ein Gesamtvolumen von rund sieben bis acht Millionen Euro.

Zweites Ziel soll sein, die bisher zu 75 Prozent fertiggestellte Global 1, zu finalisieren. Sollte das riesige Schiff, das Platz für 10.000 Passagiere bietet, fertig gebaut werden, wäre es das größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Und dann soll gemeinsam eine Perspektive für die drei Werftstandorte in Stralsund, Rostock und Wismar entwickelt werden.

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Nach einem zweistündigen Gespräch zwischen Schwesig, MV-Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, den Betriebsräten der Werften sowie Vertreter der IG Metall versicherten alle Beteiligten, dass man gemeinsam die schwere Krise meistern wolle.

Scharfe Kritik äußerte Daniel Friedrich von der IG Metall am Mutterkonzern Genting. „Die Unternehmensführung hat am Montag viel zu spät Insolvenz angemeldet. Spätestens als am Freitag keine Löhne ausgezahlt worden seien, hätte Schluss sein müssen. Jetzt wurde Zeit vergeudet und die Mitarbeiter warten auf die dringend notwendigen Löhne”, sagte Friedrich.

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