KRITIK AN BRODKORB

Schwesig präsentiert neuen Finanzminister

Nach dem Rücktritt von Mathias Brodkorb hat Regierungschefin Manuela Schwesig den Zeitpunkt kritisiert. Zugleich präsentierte sie zwei enge Vertraute für die frei werdenden Spitzenjobs.
Uwe Reißenweber Uwe Reißenweber
Manuela Schwesig (SPD) stellte den neuen Finanzminister für Mecklenburg-Vorpommern, Reinhard Meyer (l, SPD), und den neuen Chef der Staatskanzlei, Heiko Geue (r), am Montagmittag vor.
Manuela Schwesig (SPD) stellte den neuen Finanzminister für Mecklenburg-Vorpommern, Reinhard Meyer (l, SPD), und den neuen Chef der Staatskanzlei, Heiko Geue (r), am Montagmittag vor. Jens Büttner
Schwerin.

Flucht nach vorne: Gerade mal zweieinhalb Stunden nach dem Rücktritt von Finanzminister Matthias Brodkorb hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (beide SPD) den Schlüsselposten im Kabinett neu besetzt. Nachfolger Brodkorbs wird der bisherige Chef der Staatskanzlei, Reinhard Meyer (SPD), so Schwesig am frühen Montagnachmittag in Schwerin. Meyer gilt ebenso als Intimus der Regierungschefin wie Heiko Geue (SPD), der neuer Staatskanzleichef werden soll.

Schwesig kritisierte den Zeitpunkt von Brodkorbs Rücktritt – einen Tag nach dem Tod von Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD). „Ich finde den Zeitpunkt nicht geeignet. Heute ist ein Tag der Trauer“, sagte die Ministerpräsidentin. Dennoch gäbe es Dinge, die geordnet werden müssten. Brodkorb hatte seinen überraschenden Rücktritt mit fehlendem Vertrauen zwischen ihm und Schwesig begründet.

Meyer war von 2006 bis 2012 Chef der Staatskanzlei in MV und wurde dann Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein. Nach einer Wahlniederlage im Nachbarland holte ihn Schwesig nach Schwerin zurück. Meyer ist auch Präsident des Deutschen Tourismusverbandes. Heiko Geue war erst Anfang des Monats zum Staatssekretär im Finanzministerium ernannt worden. Er arbeitete zuvor für verschiedene SPD-Spitzenpolitiker im Bund. Die Besetzung des Staatssekretärspostens mit Geue gilt als ein Grund für das Zerwürfnis zwischen Brodkorb und der Regierungschefin. Geue sei ihm als „Aufpasser“ ins Ministerium geschickt worden, heißt es im politischen Schwerin.

 

 

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Kommentare (4)

ist eine Ministerin verstorben, gibt ein anderer seinem Rücktritt bekannt.... Und kaum ist das erledigt, gibt es einen Nachfolger....

Sagt mal, gehts noch...? Sind die Deutschen noch immer zu dumm...? Oder werden sie zu Schafen erzogen, welche den dem Wolf nur zu gerne zur Schlachtbank geführt werden wollen...? Naja, wenn es Spaß macht....

Ich hoffe, die kommenden Wahlen bringen hier echt Bewegung ins Land. Aber, ich habe sehr starke Zweifel daran!!!

So schnell kann man auf einer ausgelegten Schleimspur nach oben rutschen. Bei diesen grinsenden Gesichtern kann man ja nun bei aller Toleranz nur die anderen wählen

Niemand hat sie gewählt. Sie wurde als Krankheitsaushilfe ihres Vorgängers eingesetzt!
Also: Keine Kompetenz, keine Ahnung aber "äußerst wichtig! Ichj habe beschlossen.. Ich habe schon immer gesagt...
Wird Zeit für Neuwahlen mit Entlassung aller Komparsen.

sie bitte nicht sich noch schnell ihre diäten zu erhöhen bzw sich in irgendwelche firmen in den vorstand wählen zu lassen....