EINREISEVERBOT

Schwesig rechnet mit ihren Kritikern ab

Wegen der strikten Einreiseverbote in der Corona-Pandemie stand MV oftmals stark in der Kritik. Jetzt aber fühlt sich Manuela Schwesig in ihrem Kurs bestätigt und kritisiert zudem die Impfstrategie der Bundesregierung.
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, hat die Einreisebeschränkungen in MV ver
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, hat die Einreisebeschränkungen in MV verteidigt (Archivbild). Jens Büttner
Schwerin ·

Ob im ersten Lockdown im Frühjahr oder auch in den Herbstferien – stets setzte MV in der Corona-Pandemie auf stringente Einreisebeschränkungen – das verursachte sowohl bei auswärtigen Gästen als auch bei Einheimischen mächtig Missstimmung. Nachdem die Pandemie mittlerweile fast ein Jahr lang andauert und ein Ende noch nicht in Sicht ist, rechnet MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit ihren Kritikern ab.

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„Mecklenburg-Vorpommern hat von Anfang an deutlich gemacht, dass die Mobilität bei der Corona-Pandemie ein großes Problem ist. Das Virus wird von einer Region in die andere getragen. Deshalb haben wir in Mecklenburg-Vorpommern die schärfsten Einreiseregeln in Deutschland.

Kritik an der Bundesregierung

Besser wäre gewesen, wenn es frühzeitig auch Mobilitätsbeschränkungen für Reisen aus Risikogebieten gegeben hätte“, sagte Schwesig auf Nordkurier-Anfrage. Dass erst jetzt die 15-Kilometer-Regel in fast ganz Deutschland greife, hält die SPD-Politikerin für zu spät. „Wir könnten heute besser dastehen, wenn es diese Regel schon im Herbst gegeben hätte“, betonte Schwesig.

Kritik übte die MV-Regierungschefin auch an der Bundesregierung. „Ich kann verstehen, dass man die Beschaffung des Impfstoffs an die EU gegeben hat. Allerdings hätte dann auch eine ausreichende Menge an Impfstoff bestellt werden müssen“, sagte Schwesig. Dafür hätte sich Deutschland in seiner EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres einsetzen müssen. „Wir könnten schneller impfen, wenn wir mehr Impfstoff zur Verfügung hätten“, so die Ministerpräsidentin.

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Unterstützung erhielt Schwesig am Montag von ihrem Parteifreund Karl Lauterbach. Der sagte in einem Interview: „Die EU hat mit mit viel zu wenig Geld für den Impfstoff verhandelt – mit 2,7 Milliarden Euro. Die USA mit 12 Milliarden Euro, dabei haben die USA weniger Einwohner als Europa“, machte der SPD-Politiker deutlich.

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