Anti-Nazi-Festival

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Schwesig rockt den Förster in Jamel

Zur Eröffnung am Freitagabend wird Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erwartet, die auch Schirmherrin des Festivals "Jamel rockt den Förster" ist.
Zur Eröffnung am Freitagabend wird Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erwartet, die auch Schirmherrin des Festivals „Jamel rockt den Förster” ist.
Bernd Wüstneck

Zum zwölften Mal beginnt am Freitagabend in Jamel das Festival „Jamel rockt den Förster”. Bereits seit Februar gibt es für die Veranstaltung keine Tickets mehr.

Zum zwölften Mal beginnt am Freitagabend in Jamel (Landkreis Nordwestmecklenburg) das Festival „Jamel rockt den Förster”, mit dem gegen die starke Neonaziszene im Dorf demonstriert werden soll. Welche Bands spielen, werde wie im vergangenen Jahr bis zum Auftritt geheim gehalten, erklärten das Künstlerehepaar Birgit und Horst Lohmeyer als Veranstalter. Damit soll der politische Charakter des Festes hervorgehoben werden. In den vergangenen Jahren hatten unter anderem Die Toten Hosen, Die Ärzte, Kraftklub, Fettes Brot und die Beatsteaks gespielt.

„Unser nicht-kommerzielles, ehrenamtlich organisiertes Festival soll in erster Linie zeigen, wie man sich – ganz entspannt und gewaltfrei – für Demokratie und gegen Rechtsradikalismus und -populismus aussprechen kann”, erklärte Horst Lohmeyer. Die 1200 Tickets seien seit Februar ausverkauft.

Zur Eröffnung am Freitagabend wird Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erwartet, die auch Schirmherrin des Festivals ist. Die Lohmeyers veranstalten es auf ihrem Grundstück, um der starken rechtsextremen Szene, die den Ort bundesweit bekannt gemacht hat, etwas entgegenzusetzen.

Zuletzt machte das Dorf vor rund zwei Monaten Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass die Gemeinde den zentralen Dorfplatz an einen der örtlichen Neonazis verpachtet hat. Die Polizei kritisierte damals, dass sie deshalb während rechtsextremer Veranstaltungen nicht mehr so präsent sein könne. Nach früheren Angaben will sich die Gemeindevertretung im September erneut mit der Flächenvergabe befassen.