Manuela Schwesig hatte bei einer Pressekonferenz das Tragen eines Mundschutzes empfohlen.
Manuela Schwesig hatte bei einer Pressekonferenz das Tragen eines Mundschutzes empfohlen. ZVG
Coronavirus

▶ Schwesig ruft zum Tragen eines Mundschutzes auf

Der Mundschutz helfe dabei, zu mehr Freiheiten und zu mehr sozialem Leben zu kommen, sagt Ministerpräsidentin Schwesig. Am Montag treten im Land weitere Lockerungen in Kraft.
dpa
Schwerin

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die Bevölkerung von Mecklenburg-Vorpommern in einer Videobotschaft aufgefordert, grundsätzlich einen Mund-Nasen-Schutz in den verschiedenen Lebensbereichen zu tragen: „Er kann uns helfen, zu mehr Freiheiten, zu mehr sozialem Leben zu kommen und gleichzeitig uns besser zu schützen”, sagte Schwesig in einem Video, welches sie am Samstag auf ihrer Facebook-Seite gepostet hat*. Vom 27. April an gilt wegen der Corona-Pandemie im öffentlichen Nahverkehr des Landes eine Maskenpflicht.

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Unterdessen steigt im Nordosten bei Vielen die Vorfreude auf die bevorstehenden Lockerungen in vielen Lebensbereichen. Von Montag an können Geschäfte mit einer Größe von bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen. Die Außenbereiche von Zoos, Tierparks und botanischen Gärten können ebenfalls wieder geöffnet werden. Auf Sportplätzen und Sportaußenanlagen ist dann wieder Individualsport und die sportliche Betätigung zu zweit möglich. Die Heimwerker und Gartenfreunde durften bereits am Samstag schon wieder in den entsprechenden Märkten einkaufen.

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Eilantrag abgelehnt

Warenhäuser mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern müssen allerdings auch weiterhin geschlossen bleiben. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald lehnte bereits am Freitagabend einen Eilantrag ab, mit dem ein Warenhaus-Konzern unter anderem seine Häuser in Rostock und Wismar von Montag an wieder öffnen wollte.

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Der Konzern müsse zwar empfindliche Eingriffe in seine Rechte hinnehmen, die auch zu massiven Einkommenseinbußen führten, teilte das OVG mit. Doch der Gesundheitsschutz, insbesondere die Verlangsamung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, rechtfertige derart einschneidende Maßnahmen. Ein Verdacht auf eine Verletzung des Grundrechts auf Gleichbehandlung liege nicht vor.

 

Fünf neue Corona-Fälle

Die Anzahl der Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist unterdessen weiter leicht gestiegen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) und das Gesundheitsministerium mitteilten, gab es im Vergleich zum Vortag fünf bestätigte Neuinfektionen. Damit stieg die Gesamtzahl bis Samstag (16.00 Uhr) auf 649. Eine 75-Jährige, die unter chronischen Vorerkrankungen gelitten habe und an der Lungenkrankheit Covid-19 laborierte, starb der Mitteilung zufolge. Somit erhöhte sich die Zahl der Sterbefälle im Land auf 15.

Landesweit müssen oder mussten 91 Menschen in Kliniken behandelt werden, 16 von ihnen auf einer Intensivstation, wie es weiter hieß. Schätzungen des Robert Koch-Instituts zufolge gelten im Nordosten 457 Menschen als von der Covid-19-Erkrankung genesen.

*Das am Samstag veröffentlichte Video zeigt einen kurzen Ausschnitt der Pressekonferenz am Freitag, in dem sich Schwesig für das Tragen eines Mundschutzes ausgesprochen hat und dafür die Gründe erklärt.

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