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Fünf Stunden dauerte die Videoschalte am Montag zwischen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, den 15 anderen Länderchefs und der Bundeskanzlerin. Bernd Wüstneck
Corona-Krise

Schwesig schwört MV auf harte Wintermonate ein

Zur Tagesschau-Zeit trat Manuela Schwesig am Montagabend in Schwerin vor die Presse. Nach der Videoschalte mit Kanzlerin und Länderchefs kündigte Schwesig Verschärfungen der Corona-Regeln an.
Schwerin

„Im Dezember und Januar müssen wir streng sein.” Mit diesen Worten deutete die Ministerpräsidentin unmissverständlich an, dass Bund und Länder bei ihrem nächsten Treffen am 25. November die Corona-Pandemie mit noch schärferen Maßnahmen bekämpfen wollen.

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Details sind bereits bekannt

Was das konkret heißen könnte, ging bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag aus einem Papier aus dem Kanzleramt hervor. Zwar wurde diese zehnseitige Beschlussvorlage am Montag von der Gipfelrunde aus Bundeskanzlerin Angela Merkel und den 16 Länderchefs (noch) nicht umgesetzt – doch dürfte die Richtung für die nächsten beiden Monate vorgegeben sein. Maximale Kontaktbeschränkungen – beispielsweise sollen Kinder nur noch mit einem festen anderen Kind spielen können –, Maskenpflicht in allen Schulen sowie eine Verkleinerung von Klassen. Heißt: Ein Teil der Klasse ist im Präsenzunterricht, der andere im digitalen Homeschooling.

Noch kein Kompromiss

Manuela Schwesig hatte sich unmittelbar nach Bekanntwerden dieses „nächtlichen Papiers” mit Vehemenz gegen dessen sofortige Umsetzung ausgesprochen. Sie bezeichnete das Schreiben aus der bundesdeutschen Regierungszentrale als „nicht mit den Ländern” abgesprochen. Am Montagabend legte die SPD-Politikerin nach: „Ich halte nichts von einer Salamitaktik. Wir haben uns vor zwei Wochen auf den Teil-Lockdown bis Ende November verständigt. Es wäre nicht nachvollziehbar, jetzt mittendrin mit einzelnen Maßnahmen das Konzept zu verändern.”

Im Hinblick auf das in sechs Wochen anstehende Weihnachtsfest machte Schwesig aber klar, dass sowohl im Dezember als auch im Januar einschneidende Maßnahmen notwendig seien, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. „Wenn wir Weihnachten mit der Familie feiern wollen, müssen wir vorher und nachher Einschränkungen akzeptieren.” Motto: „Weniger Kontakte, weniger Infizierte, weniger Kranke, weniger Tote.”

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