BRUSTKREBS-ERKRANKUNG

▶Schwesig sendet bewegende Video-Botschaft

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich nach der Bekanntgabe ihrer Brustkrebs-Erkrankung mit einer bewegenden Videobotschaft für die große Anteilnahme bedankt.
dpa
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Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat Brustkrebs.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat Brustkrebs. Jens Büttner
Schwerin.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat nach der Bekanntgabe ihrer Brustkrebs-Erkrankung in einer Videobotschaft auf Twitter veröffentlicht. Schwesig sagte: „Die Diagnose hat mich schwer getroffen, auch meine Familie. Aber wir sind sehr zuversichtlich, dass ich wieder gesund werde.” Zudem bedankte sie sich für die große Anteilnahme „Das gibt Kraft und macht Mut”, sagte sie.

Merkel wünscht Genesung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Manuela Schwesig vollständige Genesung gewünscht. "Die Nachricht von Manuela Schwesigs Krebserkrankung macht mich betroffen", sagte Merkel nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert. "Ich habe mit ihr telefoniert und ihr von Herzen gewünscht, dass sie wieder ganz gesund wird, dazu Kraft und Zuversicht in dieser schwierigen Zeit."

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CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer meinte im Kurznachrichtendienst Twitter, die Nachricht von Schwesigs Erkrankung "hat uns alle aus dem politischen Alltag herausgerissen". Was jetzt zähle, sei ihre schnelle und vollständige Genesung. Kramp-Karrenbauer: "Liebe Manuela, ich wünsche Dir dazu ganz persönlich und im Namen der Mitglieder der CDU dazu alles Gute."

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Zuvor hatte die Ministerpräsidentin auf die vielen Frauen in Deutschland aufmerksam gemacht, die jedes Jahr diese schockierende Diagnose bekommen. Viele von ihnen zeigten, dass ein couragierter Umgang mit dieser Krankheit, Therapie und Berufstätigkeit vereinbar seien, sagte Schwesig am Dienstagmittag vor der Presse in der Schweriner Staatskanzlei. „Ich habe schon einige Kämpfe in meinem Leben geführt und ich werde auch diesen Kampf führen.” Ihre medizinische Behandlung sei überwiegend ambulant möglich.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist Brustkrebs mit rund 69.000 Neuerkrankungen jährlich die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Fast 30 Prozent der betroffenen Frauen sind demnach bei Diagnosestellung jünger als 55 Jahre.

Schwesig im Eilzugtempo an die Spitze der Politik

Manuela Schwesig hatte sich in den vergangenen zehn Jahren im Eilzugtempo in die erste Reihe der deutschen Politik vorgearbeitet. Nach nur vier Jahren als Stadtvertreterin in Schwerin wurde sie 2008 – gerade 34 Jahre alt – Sozialministerin Mecklenburg-Vorpommerns und 2013 dann Bundesfamilienministerin. Nach nur sechs Jahren Parteizugehörigkeit war Schwesig 2009 als Hoffnungsträgerin der Ost-SPD Bundesvize ihrer Partei geworden.

Im Sommer 2017 gab sie ihr Ministeramt in Berlin vorzeitig auf und übernahm vom damals an Krebs erkrankten Erwin Sellering (SPD) auf dessen Wunsch das Ministerpräsidenten-Amt. Doch auch in ihrer neuen Funktion blieb die heute 45-Jährige bundespolitisch aktiv und trat dabei vorrangig als Fürsprecherin für die Interessen der Ostdeutschen in Erscheinung.

Schwesig wurde 1974 in Frankfurt (Oder) geboren. Im Land Brandenburg verlebte sie auch ihre Kindheit, legte das Abitur ab und absolvierte ihr Studium zur Diplom-Finanzwirtin. Im Jahr 2000 zog sie nach ihrer Heirat nach Schwerin, wo sie heute mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt.

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