EINHEITSFEIER

Schwesig weist Kritik an Platzeck zurück

Dass der frühere brandenbrugische Ministerpräsident Matthias Platzeck nicht als Chef einer Fest-Kommission zum Wende-Jubiläum taugen soll, hält Manuela Schwesig für abwegig.
Carina Göls Carina Göls
Manuela Schwesig nimmt Matthias Platzeck in Schutz.
Manuela Schwesig nimmt Matthias Platzeck in Schutz. Ralf Hirschberger/Rainer Jensen
Schwerin.

In die Diskussion um den Vorsitz von Brandenburgs früherem Ministerpräsident Matthias Platzeck in der Festkommission zur Feier der deutschen Einheit 30 Jahre nach dem Mauerfall hat sich jetzt auch die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), eingeschaltet: „Ich habe kein Verständnis für diese Kritik. Ich begrüße es sehr, dass die Wahl für den Vorsitz der Kommission auf Matthias Platzeck gefallen ist”, sagte Schwesig am Dienstag dem Nordkurier.

Platzeck sei ein "über alle Parteigrenzen hinweg hoch angesehener Politiker. Er war damals aktiv an der Friedlichen Revolution beteiligt und hat dann die großen Aufbauleistungen im vereinten Deutschland als Ministerpräsident eines ostdeutschen Bundeslandes ganz maßgeblich mit auf den Weg gebracht.” Platzeck habe ein tiefes Gespür und ein großes Herz für die Lebenserfahrungen der Ostdeutschen.

Kritik von DDR-Bürgerrechtlern

Dass ausgerechnet der 65-jährige Chef der Fest-Kommission sein soll, hatte Kritiker auf den Plan gerufen. Vor allem DDR-Bürgerrechtler sperren sich gegen den Ex-Ministerpräsidenten Brandenburgs. Der Tenor ihrer Kritik: Platzeck habe sich 1990 in der DDR-Volkskammer vor der Abstimmung über die Wiedervereinigung gedrückt und stehe nicht für eine gute Aufarbeitung der DDR-Geschichte, wie die „Bild” am Dienstag berichtete.

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