Lockdown in MV kommt

Schwesig will Einzelhandel und Schulen schließen

Die MV-Regierung möchte so schnell wie möglich einen bundesweiten Lockdown. Am Montag werden in MV teilweise Schulklassen nach Hause geschickt. Auch Geschäfte müssen demnächst zu machen.
Schwerin

Für ältere Schüler in Mecklenburg-Vorpommern ab der 7. Klasse, die in Risikogebieten leben, gibt es vom kommenden Montag an Distanzunterricht. Die Regelung gelte für die Landkreise und kreisfreien Städte, die eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erreicht haben, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach einer Krisensitzung am Donnerstag in Schwerin. Aktuell überschreiten die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen, Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim sowie die Stadt Schwerin diesen Wert.

Lockdown bis 10. Januar geplant

Nach einem kurzfristig einberufenen Krisentreffen per Videoschalte mit Landräten, Oberbürgermeistern sowie Vertretern von Wirtschaft, Gewerkschaft und Verbänden sprach die Chefin der Landesregierung von einer „sehr ernsten Situation, wie sie Mecklenburg-Vorpommern seit Beginn der Corona-Pandemie noch nicht erlebt hat”. Deshalb müsse jetzt schnell gehandelt. Schwesig machte sich dafür stark, dass es bereits am Freitag zu einer Krisensitzung mit Kanzlerin Angela Merkel und den 16 Länderchefs kommen sollte. „Wir sind jederzeit bereit”, verkündete die MV-Ministerpräsidentin.

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Mecklenburg-Vorpommern würde einen bundesweiten harten Lockdwon sofort mitgehen, sagte die SPD-Politikerin in einer Pressekonferenz am Donnerstagmittag. Aus dem Kanzleramt gibt es den Vorschlag, den harten Lockdown zu Heiligabend beginnen zu lassen. Schwesig plädiert aber schon für einen Start ab dem 4. Advent. Der Lockdown soll dann bis zum 10. Januar andauern.

Lebensmittelhändler dürfen öffnen

Geschlossen werden sollen dann der Einzelhandel – ausgenommen der Lebensmittelbereich, wie die Ministerpräsidentin ausdrücklich betonte. Bis zu den Ferien am 18. Dezember sollen Grundschulen offen gehalten werden – ebenso wie Kitas, um Beruf und Familie weiterhin vereinbaren zu können.

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Ab Montag sollen zudem das Pflegeheimpersonal und Altenheimbewohner regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Auch Besucher sollen nur noch mit Negativtest in die Einrichtungen dürfen. Schwesig betonte auch, dass es weitere Wirtschaftshilfen geben soll. Und: Nach Weihnachten sollen die Kontaktbeschränkungen weiter verschärft werden. Einzelheiten würden noch beraten.

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