Manuela Schwesig (SPD) gab sich am Freitag zufrieden: Für Mecklenburg-Vorpommern werde sich durch die Beschlüsse in
Manuela Schwesig (SPD) gab sich am Freitag zufrieden: Für Mecklenburg-Vorpommern werde sich durch die Beschlüsse in Berlin wenig ändern. Jens Büttner
Infektionen

Schwesigs Aussagen nach dem Corona-Gipfel

Beinahe ein bisschen stolz gab sich Ministerpräsidentin Schwesig am Freitag nach dem Corona-Gipfel. Andere Länder sollen bei den Regeln dem Beispiel von MV folgen.
Schwerin

MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) gab sich im Anschluss an den Corona-Gipfel von Bund und Ländern zufrieden. In einer Pressekonferenz betonte sie, dass die Regelungen für die Gastronomie in MV nun zum Vorbild für andere Bundesländer würden. Die bundesweite Verschärfung auf 2GPlus für Restaurants und Bars war einer der Kernpunkte in der Einigung am Freitag. „Für uns in Mecklenburg-Vorpommern wird sich deshalb nicht viel ändern”, so Schwesig. Es sei gut, dass die Regeln unter den Ländern weiter vereinheitlicht werden.

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Schwesig erwartet enorme Infektionszahlen

Schwesig betonte allerdings, dass man in den kommenden Tagen und Wochen mit deutlich steigenden Infektionszahlen rechne – durch die Ausbreitung der Omikron-Variante. „wir müssen alle damit rechnen, uns selbst zu infizieren oder zur Kontaktperson von Infizierten zu werden”, erklärte sie.

Dennoch sollen die Kontaktbeschränkungen, sowie die Regeln für den Einzelhandel nicht verschärft werden. Für Geschäfte des täglichen Bedarfs gilt lediglich die Maskenpflicht. Andere Geschäfte können nur von Geimpften und Genesenen besucht werden.

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„Unsere Einschätzung ist, dass wir die Quarantäne-Regelungen ein bisschen lockern können”, so die Ministerpräsidentin. Bislang galt für Omikron-Infizierte und enge Kontaktpersonen eine 14-tägige Quarantäne-Pflicht. Kontaktpersonen müssen künftig, wenn sie eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, nicht mehr in Quarantäne. Für Infizierte gelten nun zehn Tage als Richtwert, außerdem kann die Quarantäne durch negative Tests früher beendet werden. Wann genau diese neue Regelung umgesetzt wird, sei noch offen. Der Bund müsse die rechtlichen Voraussetzungen schaffen. „Noch haben wir Zeit”, so die Ministerpräsidentin.

Impfquote soll weiter steigen

Schwesig warb erneut für die Impfung als Weg aus der Pandemie und verwies dabei auch auf den Impfstoff der Firma Novavax, dessen Zulassung in Deutschland bevorsteht. Der sogenannte Protein-Impfstoff basiert auf einer anderen Technik als bisherige Entwicklungen der Pharma-Industrie.

 

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