Auch die Bethesda Klinik in Neubrandenburg soll Patienten aufnehmen.
Auch die Bethesda Klinik in Neubrandenburg soll Patienten aufnehmen. Anke Brauns
Corona in MV

Sechs Reha-Kliniken sollen Krankenhäuser entlasten

Die Auslastung der Krankenhäuser in MV ist durch die Corona-Pandemie an ihre Grenze geraten. Jetzt hat das Gesundheitsministerium reagiert und startet eine Hilfsaktion.
Schwerin

Sechs Reha-Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern sind von Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) als Hilfskrankenhäuser bestimmt worden und haben einen entsprechenden Bescheid des Landes erhalten. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

„Ich bin den Reha-Kliniken sehr dankbar für die Unterstützung. Wir helfen damit den Krankenhäusern, deren Behandlungskapazitäten aufgrund der weiter steigenden Zahl von an COVID-19 erkrankten und akutstationär behandlungsbedürftigen Patientinnen und Patienten zunehmend eingeschränkt sind”, sagte Ministerin Drese in Schwerin.

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230 Betten mit fachkundiger Versorgung

Sollten die Krankenhäuser ihre Kapazitätsgrenze erreichen, können Patientinnen und Patienten in den ausgewählten Rehakliniken fachkundig versorgt werden. Hierfür stehen nach Angaben von Drese zunächst 230 Betten zur Verfügung.

„Die ausgesuchten Rehabilitationseinrichtungen sind durch ihre krankenhausähnliche Infrastruktur sowie ihre ärztliche und pflegerische Ausstattung sehr gut für diese Aufgabe geeignet und vorbereitet. Sie sind zudem Teil der Krankenhaus-Clusterbildung”, betonte Drese.

Vor der Auswahl der Reha-Kliniken hatte es Gespräche des Gesundheitsministeriums mit der Krankenhausgesellschaft MV, dem Verband der Ersatzkassen (Landesvertretung MV) sowie den Clustermanagern der Kliniken gegeben.

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Diese Kliniken werden Hilfkrankenhäuser

Folgende Reha-Kliniken sind zunächst als Hilfskrankenhäuser eingesetzt worden: Klinik Malchower See (50 Betten), „Tessinum” in Tessin (70 Betten), Median Klinik Bad Sülze (30 Betten), Medigreif Parkklinik Greifswald (50 Betten), Bethesda Klinik Neubrandenburg (15 Betten) sowie MediClin Plau am See (15 Betten).

Für die Förderung der Personalkosten in den Rehakliniken ist vom Gesundheitsministerium eine Tagespauschale von 50 Euro pro Tag je leerstehendem Bett vorgesehen, welches für Akut-Patienten zur Verfügung steht.

„Je nach Fortschreiten der Pandemie ist eine Ausweitung auf weitere Reha-Kliniken möglich”, betonte Ministerin Drese.

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