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Seebrücke in Heringsdorf verkauft

Die Seebrücke von Heringsdorf ist verkauft. Neuer Eigentümer ist ein Fonds einer deutschen Versicherungsgesellschaft.
Jens Büttner

Eines der spektakulärsten Nachwende-Immobilienprojekte ist verkauft. Die Seebrücke auf Usedom hat einen neuen Eigentümer. Käufer ist eine deutsche Versicherungsgesellschaft. Der Rest liegt im Dunkeln.

Die Seebrücke von Heringsdorf (Insel Usedom) ist verkauft. Neuer Eigentümer ist ein Fonds einer deutschen Versicherungsgesellschaft, erklärten die Anwälte des Versicherers, die Berliner Kanzlei CMS. Über genauen Käufername und Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Verkäufer ist eine Objektgesellschaft der Münchener Litos Immobilien AG.

Die Seebrücke in Heringsdorf auf Usedom galt als eines der spektakulärsten Nachwende-Immobilienprojekte im Osten Deutschlands. 1995 hatte die Beac-Immobilien-Gesellschaft die 508 Meter lange Seebrücke mit Schiffsanleger, Ladenpassage, Restaurants und Ferienwohnungen mit privaten Geldern errichtet. Sie galt damals mit 27 Millionen Euro als teuerste Seebrücke an der Ostseeküste.

Miteigentümer und –investor war Friedrich Münzel. Er stand zuletzt auch einer Objektgesellschaft der Litos Immobilien AG aus München vor, die die Seebrücke – gepriesen als "längste Seebrücke Kontinentaleuropas" - nun an den Versicherer verkauft hatte.

Auch Münzel äußerte sich nicht zu Verkaufsdetails und Gründen des Verkaufs. Er werde als freier Mitarbeiter das Objekt weiter betreuen, sagte er. Die geplante Investition – der Bau von Luxus-Ferienwohnungen und Ladengeschäft – am Kopf der Seebrücke werde durch den neuen Eigentümer weiter verfolgt.

Die Seebrücke in Heringsdorf war als Nachfolgebau der 1957 bei einem Brand zerstörten Kaiser-Wilhelm-Brücke aus dem 19. Jahrhundert errichtet worden.