Während der Bauphase vor drei Monaten: Ein Kran werkelt noch an der Brückenspitze.
Während der Bauphase vor drei Monaten: Ein Kran werkelt noch an der Brückenspitze. Jens Büttner
Urlaub auf Usedom

Seebrücke von Koserow nun für Besucher geöffnet

Die Gemeinde Koserow hat mit der Seebrücke ein neues Wahrzeichen bekommen, dass nun auch von Besuchern erkundet werden kann. So richtig fertig ist sie aber noch nicht.
Koserow

Die neue Seebrücke in Koserow wurde am Dienstag offiziell eröffnet. „Koserow erhält mit der Seebrücke ein neues Wahrzeichen für die Region”, lobte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph zur Einweihung am Vormittag. Die neue Seebrücke würde nun bald wieder Anwohner und Gäste zum Flanieren einladen und sei überdies komplett barrierefrei. Die alte Seebrücke war nach einem Sturm 2019 abgerissen worden.

Anders als die anderen vier Seebrücken auf der Insel Usedom ragt der Neubau von Koserow nicht schnurgerade in die Ostsee hinein, vielmehr schwenkt sich die Brücke Wellenförmig vom Strand hinaus aufs Meer. Das ist gut auf den Luftbildern der Anlage zu sehen. Im Verlauf sollen immer wieder zusätzliche Flächen zum Verweilen einladen.

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Glockenturm an der Spitze

Die Seebrücke ist stolze 280 Meter lang und mit dreieinhalb Metern sehr breit. Sie bindet direkt an einem Seebrückenvorplatz an. Laut Ministerium wurde das Bauwerk auf insgesamt 67 Gründungspfählen errichtet. Am Seebrückenkopf steht ein acht Meter hoher Glockenturm, umgeben von einer Sitz- und Liegelandschaft, zu der auch eine zweidimensionale Plastik in Form eines Fischers mit Glocke sowie eine Infotafel gehört, die Wetter- und Wasserdaten anzeigt. Zur Brücke gehört auch ein zweistufiger Anleger für Fahrgastschiffe. „Über LED-Leuchtbänder wird die Seebrücke auch am Abend weit sichtbar erstrahlen. An einzelnen Objekten wie etwa den Sitzstufen sind zusätzliche Lichtstreifen eingebaut worden. So sind Geh-Ebene und Wasserfläche beleuchtet und bieten Sicherheit auf abendlichen Spaziergängen“, so Staatssekretär Rudolph.

Seebrücke noch gar nicht fertig

So richtig fertig ist die neue Seebrücke aber noch nicht, wie das Ministerium am Eröffnungstag einräumte. Sie soll nun vorrübergehend für Besucher geöffnet werden, ehe voraussichtlich ab Mitte September „Restarbeiten” geplant seien. Auch die Eröffnung selbst war bereits verschoben worden.

Das Wirtschaftsministerium teilte mit, dass der Neubau der Brücke insgesamt 7,4 Millionen Euro gekostet habe. Ein Großteil, knapp 4,9 Millionen Euro, seien über Förderprogramme des Bundes und der Europäischen Union geflossen.

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