SCHWIERIGE RETTUNGSAKTION

Seenotretter bergen Verletzte von Rügener Steilküste

Eine Urlauberin stürzte auf den Steinen vor der Steilküste und verletzte sich schwer.
Im Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Station Glowe, wurde die verletzte Frau sicher nach Sassnitz gebracht.
Im Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Station Glowe, wurde die verletzte Frau sicher nach Sassnitz gebracht. Thomas Steuer
Sassnitz.

Die Seenotretter der Freiwilligen-Station Glowe/Rügen haben am Samstag an der Steilküste des Jasmunder Nationalparks nördlich von Sassnitz eine Frau geborgen. Sie war unterhalb der Kliffküste so schwer gestürzt, dass sie sich den Fuß gebrochen hatte. Die Rettung war schwierig, da das Ufer sowohl an Land als auch im Wasser durch große Steine sehr unwegsam ist.

Nachdem ein Notarzt die Frau am Ufer versorgt hatte, brachte die Feuerwehr sie in einem Schlauchboot zum Seenotrettungsboot „Kurt Hoffmann”, das außerhalb des steinigen Bereichs wartete. Dort wurde die Frau von den Seenotrettern übernommen und sicher nach Sassnitz gebracht. Die verletzte Urlauberin kam in ein Krankenhaus.

Mehrfach gab es an diesem Küstenabschnitt in Rügen schon Unfälle. Den Rettungskräften ist es nur schwer bis gar nicht möglich, die Verletzten die Steilküste hinauf zu transportieren. Sie müssen dann zumeist von der Seeseite mit einem Schlauchboot gerettet werden.

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Kommentare (4)

Dieser Rettungseinsatz sollte der verursachenden Person in Rechnung gestellt werden. Betreten auf eigene Gefahr,steht auf den Schildern unterhalb der Steilküste. Wer sich in Gefahr begibt, kann darin zu Schaden kommen. Nur eine Frage der Zeit bis wieder Leute aus Abbrüchen ausgegraben werden müssen, mit viel technischem Aufwand und unter Lebensgefahr für die Retter.

"Betreten auf eigene Gefahr". Heißt auf Deutsch, ein eventuell Verunfallender kann dafür den Eigentümer der mit derartigen Hinweisen gekennzeichneten Flächen nicht wegen Missachtung der Verkehrssicherungspflicht belangen. Heißt nicht, dass das Betreten verboten ist. Gut, dass es im Schadensfall Helfer gibt, die nicht schulterzuckend "Selbst schuld!" sagen.

Wenn @Hihrke aus dem Haus geht kann er von einer Krähe, einem Auto oder Passanten angefallen werden. Das ist ihm bewusst und trotzdem geht er aus dem Haus. Unverantwortlich sich so in Gefahr zu begeben!

Jeder Vergleich hinkt,dieser besonders,weil er mit der Gefahr die von Rügens Steilküste ausgeht nicht zu vergleichen ist.
Ich glaube mich zu erinnern, dass zu DDR Zeiten dort verboten war entlang zu gehen. Da hieß es die Bevölkerung wurde mit Verboten gegängelt etcpp.
Das mag sein, aber zi einem kleinen Teil diente es auch der Sicherheit für leib und Leben.
Heute wollen die zuständigen Behörden das dort nicht verbieten. Also kann man selbstverständlich dort entlang laufen, muss aber auch damit rechnen und viele hat es bis jetzt leider getroffen verletzt zu werden ggf auch mehr.
Dafür ist fast alles andere in Deutschland verboten bzw. nur mit Nachweisen, Anträgen selbstredend für entsprechendes Kleingeld möglich. Ausgerechnet an Rügens Steilküste machen die sonst so auf Sicherheit bedachten Behörden (ob Arbeitschutz, Sicherheit bei Bombenentschärfungen etc) nichts.
Ich betone nochmals, die Rettungskräfte müssen sich dann auch in Lebensgefahr begeben um die verunfallten zu bergen und retten.