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Brenzlige Situation

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Segler und Hund saßen eine Nacht vor Greifswalder Oie fest

Seenotretter Thomas Krüger von der Freiwilligenstation Freest an der Lenzpumpe auf dem Havaristen.
Seenotretter Thomas Krüger von der Freiwilligenstation Freest an der Lenzpumpe auf dem Havaristen.
Die Seenotretter – DGzRS

Ein Segler ist mitten in der Nacht auf ein Riff vor der Greifswalder Oie aufgelaufen. Wasser drang in das Segelboot, die Notfallraketen verglühten ungesehen über der Ostsee.

Ein Einhandsegler ist in der Nacht zum 13. Juni auf das Riff bei der Insel Greifswalder Oie (Mecklenburg-Vorpommern) aufgelaufen. Erst am Morgen wurde er per Zufall von den Seenotrettern entdeckt und mit seinem Hund in Sicherheit gebracht.

Irgendwann in der Nacht hatte es ganz gewaltig gekracht: Die schwere Grundberührung beschädigte das Unterwasserschiff der etwa zehn Meter langen Segelyacht so sehr, dass Wasser ins Schiff eindrang. Die Maschine und die Bordelektrik fielen aus, das Funkgerät wurde unbrauchbar. Zu allem Unglück fiel dem 74-jährigen Skipper auch noch das Handy herunter und verschwand im eingedrungenen Wasser. Daraufhin schoss der Segler mehrere Seenotraketen ab, die jedoch ungesehen verglühten.

Seenotretter finden Segler

Erst am frühen Morgen entdeckten die Seenotretter der Greifswalder Oie von der Brücke ihres Seenotrettungskreuzers aus die südlich der Insel gestrandete Yacht. Die Seenotretter fuhren Stück für Stück an die Yacht heran. Die letzten Meter stakten die Seenotretter mit Bootshaken und Paddel, um den Motor des Bootes im extremen Flachwasserbereich nicht zu gefährden.

Die Retter schleppten die festgekommene Yacht schließlich frei. Da sich die Schäden an dem Segelboot noch vor Ort beheben ließen, schleppte der Seenotrettungskreuzer den Segler in Richtung Kröslin. Unterwegs übernahm die Freiwilligenbesatzung der Station Freest mit dem Seenotrettungsboot „Heinz Orth” den Segler.

Im Hafen von Kröslin versorgt

Das Segelboot blieb nur über Wasser und schwimmfähig, weil permanent die Pumpen liefen. Im Hafen von Kröslin versorgten die Seenotretter zunächst den 74-Jährigen und seinen Labradormischling. Anschließend unterstützten sie den Mann dabei, die beschädigte Yacht aus dem Wasser zu holen.

Die Greifswalder Oie liegt südöstlich von Rügen. Das Naturschutzgebiet ist für die Öffentlichkeit nur sehr eingeschränkt zugänglich. Wassersportler in Not dürfen den Schutzhafen, der dem Seenotrettungskreuzer „Berhtold Beitz” als Liegeplatz dient, allerdings jederzeit anlaufen.