KOMMENTAR

Sein Rückzug macht Michael Sack unglaubwürdig

CDU-Chef Michael Sack wirft hin und das ist richtig. Dass er nun aber nicht mal mehr in den Landtag will, ist Verrat am Wähler, findet unser Kommentator.
Michael Sack (CDU) wollte nach Schwerin und hat es auch geschafft, nur nicht als Wahlsieger. Trotzdem sollte er dort auch blei
Michael Sack (CDU) wollte nach Schwerin und hat es auch geschafft, nur nicht als Wahlsieger. Trotzdem sollte er dort auch bleiben, alles andere wäre unglaubwürdig. Christian Charisius
Schwerin ·

CDU-Spitzenkandidat Michael Sack hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern brachial verloren und keine 24 Stunden nach dem Schließen der Wahllokale die einzig richtige Konsequenz gezogen: Er tritt vom Vorsitz der Landes-CDU zurück. Es ist offensichtlich, dass die Partei einen Neuanfang braucht und mit ihm als Zugpferd gescheitert ist. Dieser Schritt war also richtig und unvermeidbar.

Unverständlich ist, dass Sack im selben Atemzug ankündigte, auch sein frisch errungenes Landtagsmandat nicht annehmen zu wollen. Sack kandidierte in Greifswald, unterlag dort zwar seinem SPD-Kontrahenten, zog aber trotzdem über die Landesliste in das Parlament ein. Mehr als 900.000 Wähler, so viel hatten eine gültige Stimme abgegeben, konnten seinen Namen auf ihrem Stimmzettel lesen. Mehr als 120.000 davon machten ihr Kreuz bei der CDU und gaben der Partei ihre Zweitstimme, die Sack auf Platz eins ihrer Landesliste gesetzt hatte.

Bürger können sich auf Michael Sack nicht verlassen

Diesen Bürgern hat Sack nun gezeigt, dass sie sich nicht auf ihn verlassen können. Denn wenn er schon für den Landtag kandidiert, dann sollte er sein Mandat auch annehmen. Stattdessen hat Sack aber angekündigt, nun wieder in das Landratsamt nach Greifswald zurückkehren zu wollen, wo er noch bis 2025 einen sicheren Posten hat. Damit zeigt Sack, dass er vor allem die letzten Monate des Wahlkampfes nicht ernst genommen hat. Noch kurz vor der Wahl tat er so, als wolle er sowieso von der Kreispolitik in die Landespolitik wechseln. Nur weil es jetzt an der Wahlurne doch nicht wie erhofft gelaufen ist, sollte er mit den Konsequenzen leben.

Ansonsten sieht es so aus, als wäre hier einmal mehr der Posten als Ministerpräsident wichtiger gewesen als der ernsthafte Wille, die Politik dieses Landes vom Landtag aus zu gestalten.

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Kommentare (8)

Verrat am Wähler sind all die illegalen Geldspenden an die Cducsu mafia. Aber wenn Kohl schon dafür velohnt wurde, warum sollte der Rest dann was anders machen.

Vom Dicken haben wir doch nur die Plauze im Meer schwimmen sehen.

Beschäftigen Sie sich bloß nicht mit den Details wirtschaftspolitischer Skandale, sonst wollen Sie am Ende noch die Polizei rufen. Fragen wieso jeder Tag im Kalender der 1. April ist.

Die Installation von A. Laschet als Parteivorsitzender und als Kanzlerkandidat. Hochmut kommt vor dem Fall. Wie, in welcher Qualität haben Merkel Schäuble und Bouffier damals gedacht, spekuliert und gehandelt.

Sack nie getraut. Das wurde bereits durch die Vertuschung der wahren Infektionszahlen im Frühjahr in seinen Kreis sichtbar. Deshalb war meine Devise: Keine Stimme für Sack. Wer so mit der Gesundheit und der Verunsicherung der Bevölkerung umgeht, hat nichts in der Landespolitik, ja ich nichts in der Kreispolotik zu suchen!

Wie Adenauer schon sagte,, Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern" . trifft nicht nur auf Hr. Sack zu.

Ich kann den Weg den Herr Sack geht sowohl politisch als auch menschlich gut nachvollziehen.
Lieber der geschätzte Landrat in Vorpommern als der er gewählt wurde, als unter Menschen die seine ruhige, ausgleichende menschliche Art nicht wertschätzen.
Wir hier in Vorpommern haben weiterhin einen umsichtigen Politiker der den Landkreis gut durch die Pandemie gebracht hat und seinen Posten hier mehr schätzt und weiterhin ein beliebter Landrat sein wird, als ein Landespolitiker auf der Hinterbank.
Wie heißt das Sprichwort hinfallen aufstehen Krone richten weitermachen...gut so Herr Sack.
Nur ein starker Charakter hat den Mut nach einer Niederlage diese anzunehmen und im bisherigen Amt wieder sein bestes zu geben.

Ich kann den Weg den Herr Sack geht sowohl politisch als auch menschlich gut nachvollziehen.
Lieber der geschätzte Landrat in Vorpommern als der er gewählt wurde, als unter Menschen die seine ruhige, ausgleichende menschliche Art nicht wertschätzen.
Wir hier in Vorpommern haben weiterhin einen umsichtigen Politiker der den Landkreis gut durch die Pandemie gebracht hat und seinen Posten hier mehr schätzt und weiterhin ein beliebter Landrat sein wird, als ein Landespolitiker auf der Hinterbank.
Wie heißt das Sprichwort hinfallen aufstehen Krone richten weitermachen...gut so Herr Sack.
Nur ein starker Charakter hat den Mut nach einer Niederlage diese anzunehmen und im bisherigen Amt wieder sein bestes zu geben.

nun in den selbigen gehauen und gleich finden Turbohosen und Pommernbirnen, die das kommentieren.
Sie wollen ihn nicht, sie haben ihn nicht und müssen dennoch giften...