NORDKREUZ

SEK-Mann wegen illegalen Waffenbesitzes vor Gericht

Nachdem beim ehemaligen SEK-Beamten Marko G. zahlreiche Waffen und Tausende Schuss Monition gefunden wurden, muss sich das „Nordkeuz”-Mitglied nun vor dem Landgericht in Schwerin verantworten.
Teile der Munition, die bei den SEK-Polizisten in fünfstelliger Zahl gefunden wurde, könnten nach Informationen des
Teile der Munition, die bei den SEK-Polizisten in fünfstelliger Zahl gefunden wurde, könnten nach Informationen des Nordkuriers von der Bundeswehr stammen (Archivfoto). Tilo Wallrodt
Schwerin.

Der ehemalige SEK-Beamte Marko G., eines der Mitglieder der mutmaßlich rechtsextremistischen Terrorgruppe „Nordkeuz”, muss sich noch in diesem Monat vor Gericht verantworten. Am 20. November soll die Verhandlung am Schweriner Landgericht gegen den 49-Jährigen beginnen, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Dem Mann werden Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz zur Last gelegt. 

Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Sollte er schuldig gesprochen werden, drohen Marko G. bis zu fünf Jahre Haft.

Schießtrainer beim SEK

Bereits Mitte September hatte die Schweriner Staatsanwaltschaft bekanntgegeben, dass gegen den Beamten des Spezialeinsatzkommandos Mecklenburg-Vorpommern Anklage erhoben wurde. Beim SEK war er unter anderem als Schießtrainer beschäftigt. Laut den Ermittlern wird davon ausgegangen, dass G. Ende Januar 2016 die Telegram-Chatgruppen „Nord Kreuz“ und „Nord Com“ gegründet hat. Hier bereiteten sich Gleichgesinnte auf den „Tag X” vor, den Tag, an dem eine Katastrophe die Gesellschaft zerstören könne. Der Angeklagte Marko G., durch seinen Job Experte für Waffen, war laut Anklage innerhalb der Gruppe für das Beschaffen und Horten von Munition sowie Waffen verantwortlich.

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Munition, Waffen und Sprengkörper gefunden

Dieser Aufgabe kam er offenbar auch nach. Als Landeskriminalbeamte am 12. Juni diesen Jahres das Wohnhaus und einen Bungalow des Angeklagten durchsuchten, fanden sie insgesamt 31.500 Schuss Munition, Waffen und Sprengkörper. Ermittlungen ergaben, dass einige der Waffen, die sich im Besitz von Marko G. befanden, im Dezember 1993 aus Räumlichkeiten der Bundeswehr in Brandenburg entwendet worden waren.

Neben der Vorbereitung auf den „Tag X” sorgte auch die rechtsextreme Haltung der Nordkreuz-Mitglieder für Aufsehen. Auf beschlagnahmten Rechnern fand die Polizei Listen mit Namen und Kontaktdaten von linken Politikern und Verbandsvertretern. Insgesamt sammelte die Gruppe personenbezogene Daten von 25.000 Menschen

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