MISSBRAUCHSPROZESS IN ROSTOCK

Sex mit 13-Jähriger – Gericht sieht minderschweren Fall

Ein 25-Jähriger musste sich vor dem Rostocker Landgericht wegen des schweren sexuellen Missbrauchs verantworten. Am Montag fiel ein Urteil.
Chris V. wurde wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt.
Chris V. wurde wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. Stefan Tretropp
Rostock.

Vor dem Rostocker Landgericht ist am Montag in einem Schnellprozess ein heute 25-Jähriger wegen des schweren sexuellen Missbrauchs einer zur Tatzeit 13-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Die Kammer erkannte einen minderschweren Fall. Der Mann hatte das Kind vor drei Jahren in seiner Rostocker Plattenbauwohnung vergewaltigt. Der angeklagte Chris V. ist bereits einschlägig vorbestraft und hatte im September 2014 gegenüber seiner damaligen Freundin einen besonders schweren sexuellen Missbrauch begangen – er erhielt damals eine Jugendstrafe von einem Jahr und neun Monaten.

Die Tat, für die er nun vor Gericht stand, beging er innerhalb der Bewährungszeit: Im Frühjahr 2017 vergewaltigte er im Alter von 22 Jahren das 13-jährige Mädchen. Nachdem der Prozess erst am Freitag gestartet war, wurde Montag die polizeiliche Video-Vernehmung des Opfers im Gericht gezeigt – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Angeklagte hatte gleich am Anfang ein umfassendes Geständnis abgelegt. Laut Gericht deckte sich das mit den Aussagen des Mädchens und seiner Mutter. „Der Sachverhalt war schnell festgestellt“, sagte Richter Wolfgang Strauß.

„Im Zweifel für den Angeklagten“

Da die strafmildernden Aspekte die strafschärfenden deutlich überwogen, erkannte das Gericht einen minderschweren Fall. Das Mädchen hatte nach Feststellung der Kammer nach der Tat zwar „psychische Auffälligkeiten“, ob das aber nur die Schuld des Angeklagten sei und mit der Vergewaltigung in Einklang gebracht werden könne, konnte nicht festgestellt werden. „Deshalb gilt: Im Zweifel für den Angeklagten“, hieß es vom Richter. In der Urteilsfindung sprach für den heute 25-Jährigen dessen Geständnis, dass er dem Kind eine zweite Aussage und dem Gericht eine umfassende Beweisaufnahme erspart habe, die eingeschränkte Intelligenz, dass der Sex geschützt vollzogen wurde sowie seine Entschuldigung und die positive Sozialprognose.

Deshalb ging der Strafrahmen von sonst zwei bis 15 Jahren Freiheitsstrafe wegen des minderschweren Falles auf ein bis zehn Jahren herunter. Alles in allem kam das Gericht zu der Auffassung, dass eine Strafe von zwei Jahren auf Bewährung tat- und schuldangemessen ist. Mit einem dringlichen Hinweis von Richter Wolfang Strauß an Chris V. endete der Prozess: „Ich will Sie in diesen Sachen hier nicht noch einmal sehen, ansonsten ist endgültig Schluss.“

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Kommentare (6)

Solche Richter sind für mich der Grund für die vielen Straftaten. Ich kann es nicht verstehen, dass sowas in diesem Land geduldet wird. Ich schäme mich für diese Beamten !!!

Wann werden endlich härtere Strafen in Deutschland eingeführt, solche Richter sind nur peinlich. Ein Kind zu vergewaltigen mit zwei Jahren auf Bewährung ist doch der Witz schlechthin. Der Richter müsste sofort seines Amtes enthoben werden.

Der junge Mann war zum Tatzeitpunkt Volljährig gewesen. Auch das Gesetz spricht eine klare Sprache, wird aber nicht angewendet. Die BRD unterstützt in voller Linie nur noch Satanisten, Pädophile, sexuelle Straftäter sowie Menschenhändler. Die BRD ist in Europa eine Hochburg für Prostitution und Menschenhandel geworden. Wenn jemand einfach mal die Wahrheit ausspricht, so wie zuletzt Xavier Naidoo, dann droht sofort die Kündigung im Job und Auftrtittsverbote folgen.

Bei einem Wiederholungstäter?

Das ist Demokratie...
Ich möchte nicht wissen was die Eltern der kleinen denken...
Wir brauchen endlich eine deutsche Verfassung damit dieser Unsinn endlich aufhört...

... Richter Strauß... Schaut man sich einige seiner Urteile an, sieht man immer wieder das gleiche Muster: nur strafmildernde Umstände. Hatte Herr Strauß nicht selbst Ärger, weil er sich auf Facebook über Angeklagte lustig machte und das Landgericht schwieg dazu???