CAMPINGPLÄTZE

So finden sie noch Stellplätze für Wohnmobile in MV

Manche Campingplatz-Betreiber kommen mit der Bearbeitung von Anfragen kaum noch hinterher. Dennoch kann man aktuell freie Stellplätze für Wohnmobil und Co. schnell online finden.
Auf dem Campingplatz der Regenbogen AG in Prerow ist Camping sogar in den Dünen am Ostseestrand möglich.
Auf dem Campingplatz der Regenbogen AG in Prerow ist Camping sogar in den Dünen am Ostseestrand möglich. Bernd Wüstneck
Neubrandenburg ·

Die Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern stehen auch in dieser Saison bei Urlaubern hoch im Kurs. Zwar müsse noch der Herbst abgewartet werden, um zu wissen ob die Belegungszahlen des Vorjahres übertroffen werden können, aber „aus heutiger Sicht können wir sehr zufrieden sein“, sagt Gerd Scharmberg, Pressesprecher des Landesverbandes der Campingwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern.

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Aufgrund der Corona-Regeln sei man verspätet und mit einer verhaltenen Nachfrage in die Saison gestartet. Jetzt im Juli gebe es aber gute bis sehr gute Auslastungszahlen auf den etwa 88 Campingplätzen im Land.

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Bei der Kundschaft lasse sich auch aktuell eine Veränderung beobachten, die in den vergangenen Jahren immer mehr voranschreitet, so der Verbandssprecher: Während die Zahl der zeltenden Gäste abnimmt, werden Wohnmobile und Wohnwagen stetig mehr auf den Campingplätzen in Mecklenburg-Vorpommern.

Zum einen lässt sich dies aus Schambergs Sicht aus generellen Entwicklungen ableiten, wie einem über Jahre anhaltenden „Zulassungsboom bei Wohnmobilen und Wohnanhängern“. Zum anderen seien die offiziellen Wohnmobil-Stellplätze in Mecklenburg-Vorpommern wegen ihrer meist besonderen Lage sehr beliebt. „Wo sonst in Deutschland können Sie einen Campingplatz direkt am See oder in einer Düne am Strand finden“, so der Camping-Fachmann.

Campingplätze in schöner Lage dank DDR-Entscheidungen

Dass es diese reizvollen Camping-Standorte heutzutage in Mecklenburg-Vorpommern gibt, geht offenbar auf Entscheidungen von DDR-Oberen in den frühen 1950er Jahren zurück. Laut Gerd Scharmberg seien damals viele Plätze dort entstanden, wo heute Naturschutz und Waldgesetz dies nicht mehr ermöglichen würden. So konnte den Menschen Freiraum und Erholung mit vergleichsweise geringem Einsatz von Ressourcen ermöglicht werden.

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Können Urlauber denn jetzt noch einen dieser beliebten Campingplätze ergattern? „Spontane Anreisen für einen längeren Zeitraum werden schwierig“, heißt es dazu aus der Geschäftsstelle des Landesverbandes der Campingwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern. Zudem würden manche Platz-Betreiber täglich so viele Buchungsanfragen erhalten, dass „schon ein paar Tage vergehen können, bis eine Antwort kommt.“

Um schnell freie Plätze finden zu können, empfiehlt der Verband eine erst kürzlich veröffentlichte Internetseite mit deren Hilfe „Camper besser zu den freien Kapazitäten geleitet werden.“ Unter der Adresse www.Campfindo.de werden landesweit aktuelle freie Kapazitäten gelistet und ein Kontakt zu dem jeweiligen Anbieter ermöglicht. Den Angaben zufolge beteiligen sich seit dem Start der Plattform vor zwei Wochen zwar nur 15 Platz-Betreiber. Bei einer Nordkurier-Stichprobe am 26. Juli 2021 wurden aber sieben Plätze mit freien Flächen für Wohnmobile angezeigt. Dabei waren so beliebte Reiseziele vertreten wie die Inseln Usedom und Rügen oder auch Campingplätze in der Seenplatte.

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