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So ging es dem Mecklenburger Dieter Mohn in der "Höhle der Löwen"

Mit einer Sichtschutzwand gegen Gaffer - der Gafferwand - wollte Dieter Mohn aus Mecklenburg die Löwen in der VOX-Show für sich gewinnen. Hatte er Erfolg?
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Szene aus der Sendung: Dieter Mohn klettert vor den Löwen durch seine Gafferwand
Szene aus der Sendung: Dieter Mohn klettert vor den Löwen durch seine Gafferwand VOX (Screenshot)
Köln.

Mecklenburgisch bescheiden hat sich Dieter Mohn, Erfinder aus Prislich bei Grabow in Westmecklenbug, in „Die Höhle der Löwen” auf VOX gewagt: Vom Sprecher noch als „Tausendsassa” angekündigt, gab sich der 62-jährige am Dienstagabend ganz still und leise: „Ich komme aus einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern”, waren seine Einführungsworte: „Und ich brauche 100.000 Euro.”

Mohns Erfindung: Eine in Sekundenschnelle aufblasbare Sichtschutzwand gegen Gaffer, die „Gafferwand”, in jedes Feuerwehrauto passen und für Sicherheit an Unfallstellen sorgen sollen. Rund 30 davon hat er bereits an Feuerwehren, Polizei und andere staatliche Stellen in Deutschland verkauft. Doch nun würde er gerne den Rest der Welt erobern – „und dazu brauche ich mehr Werbung”, so der Mecklenburger.

„Wieso können Sie das alles?” – „Ich komme aus Ostdeutschland!”

Seine Bescheidenheit legte er nur einmal beiseite, als nämlich die Frage aufkam, wie Mohn das alles könne, was er zur Erfindung und Herstellung der Wände benötigt habe: „Ich komme aus Ostdeutschland”, war seine wunderbar direkte Antwort. Vor der Wende sei er in der Baustoffbranche tätig gewesen, danach habe er Vieles gemacht, unter anderem Kinos gebaut. „Später habe ich mich dann gefragt: Was brauchen die Menschen?”

Ist das das Holz, aus dem Gründer geschnitzt sind? Ja – könnte man zumindest meinen, doch was die Löwen einen nach dem anderen abschreckte, war die Kundschaft des Mecklenburgers: Die Sichtschutzwände verkauft er bislang fast nur an öffentliche Institutionen wie Feuerwehr, technisches Hilfswerk, Polizei und so weiter. „Und da wird es kompliziert”, meinte Carsten Maschmeyer.

Welche Feuerwehr kann sich die Wände schon leisten?

Stimmt, „das kostet schon Nerven”, räumte auch Dieter Mohn ein: Bis sich eine Behörde mal zum Kauf einer solchen Wand entschlossen habe „können schon Monate vergehen.” Hinzu kommt: Gerade unter den Freiwilligen Feuerwehren dürfte kaum eine genug Geld für die Anschaffung der Wände haben. Diese kosten, je nach Ausführung, einige Tausend Euro.

Zwar legte jeder noch einmal Wert darauf, Dieter Mohn für seine Erfindung und seine Hartnäckigkeit zu loben – nur das eigene Kapital wollte keiner der Löwen in die kleine Firma investieren. Dieter Mohn nahm's mecklenburgisch-gelassen: „Immerhin haben mir alle Löwen Glück gewünscht, das ist doch auch schon was.” Die komplette Sendung zum Nachschauen gibt es hier.

Mecklenburgisch stur: Ich resigniere nicht!

Und weil Mecklenburger nicht nur bescheiden und gelassen, sondern auch stur sind, stellte er außerdem klar: „Ich resigniere nicht, ich werde trotzdem weitermachen.”

Na dann, viel Erfolg, Herr Mohn! Vielleicht hatte Carsten Maschmeyer ja Recht mit seiner Prognose an Mohn: „Sie helfen sich bereits, indem Sie mit Ihrem Auftritt sehr viele Menschen erreichen, die sich nun bei Ihnen melden, weil sie auch so eine Wand haben wollen.”

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