Blutmond
So sah die Mondfinsternis im Nordosten aus

Die Mondfinsternis um etwa 5.10 Uhr über Gützkow. Immer wieder verschleierten Wolken die Sicht auf das Himmelsereignis.
Die Mondfinsternis um etwa 5.10 Uhr über Gützkow. Immer wieder verschleierten Wolken die Sicht auf das Himmelsereignis.
Thomas Buth

Am Montagmorgen fand eine totale Mondfinsternis statt. Über Mecklenburg-Vorpommern war der Himmel aber leider meist bedeckt.

Am frühen Montagmorgen fand eine Mondfinsternis statt. Der Vollmond schimmerte während der totalen Mondfinsternis rötlich, daher wird das Ereignis auch „Blutmond” genannt. Allerdings war im Nordosten der Himmel häufig bedeckt, so haben etwa in Gützkow immer wieder Wolken die Sicht auf das Himmelereignis verschleiert. Dort ist das Artikelfoto entstanden.

Zu einer Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond kommen. Sonne, Erde und Mond liegen bei dieser Finsternis genau auf einer Linie. Das Schauspiel begann gegen 4.34 Uhr, als der Vollmond langsam in den Kernschatten der Erde rückte. Um etwa 5.41 Uhr war der Mond vollkommen im Kernschatten verschwunden – die totale Mondfinsternis. Die Strahlen der Sonne werden in der Atmosphäre der Erde gebrochen. Da nur das langwellige rötliche Licht zum Mond gelangte, schimmerte dieser rötlich.

Nächste Chance erst wieder in sechs Jahren

Etwa eine Stunde lang konnte der „Blutmond” bei guter Sicht bestaunt werden, bevor er um 6.44 Uhr langsam aus dem Kernschatten herausrückte und die totale Mondfinsternis endete. Da der Mond gerade auf einem besonders erdnahen Abschnitt seiner in etwa elliptischen Bahn ist, erscheint er in diesen Tagen zudem besonders groß.

Für alle, die das Himmelsereignis verschlafen haben oder wegen der Wolken nichts sehen konnten: Die nächste Mondfinsternis findet am 16. Juni statt. Allerdings wird hier der Mond nur teilweise verfinstert. Auf die nächste totale Mondfinsternis müssen Astronomiefans noch ein bisschen warten, die ist nämlich erst am 14. März 2025 zu beobachten.