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So soll der Zoo in Rostock 2040 aussehen

Wie sieht die Zukunft des 120 Jahre alten Tierparks Rostock aus? Ein Jahr lang hat ein Expertenteam eine Vision für das Jahr 2040 entwickelt. Jetzt wird sie vorgestellt.
Vision 1: In einer solchen Anlage könnten die seltenen Amur-Tiger präsentiert werden.
Vision 1: In einer solchen Anlage könnten die seltenen Amur-Tiger präsentiert werden. Grafik: Ina Wilken
Vision2: Auch für die massiv vom Aussterben bedrohten Amur-Leoparden ist eine Schauanlage geplant.
Vision2: Auch für die massiv vom Aussterben bedrohten Amur-Leoparden ist eine Schauanlage geplant. Grafik: Ina Wilken
Vision 3: Im Afrikaneum will der Tierpark Rostock künftig wieder Elefanten präsentieren.
Vision 3: Im Afrikaneum will der Tierpark Rostock künftig wieder Elefanten präsentieren. Grafik: Ina Wilken
Vision 4: Im künftigen Humboldteum sollen die von Alexander Humboldt erforschten Ökosysteme vorgestellt werden.
Vision 4: Im künftigen Humboldteum sollen die von Alexander Humboldt erforschten Ökosysteme vorgestellt werden. Grafik: Ina Wilken
Vision 5: Okapis und Giraffen könnten Einzug in ein Schaugehege des Afrikaneums halten.
Vision 5: Okapis und Giraffen könnten Einzug in ein Schaugehege des Afrikaneums halten. Grafik: Ina Wilken
Rostock ·

Mecklenburg-Vorpommern größter und wohl beliebtester Tierpark in Rostock soll in den nächsten Jahren noch deutlich attraktiver werden. Zum 2012 eröffneten Darwineum und dem sechs Jahre später gefolgten Polarium sollen unter anderem auch noch ein Afrikaneum und ein Humboldteum hinzukommen.

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Zu den insgesamt fünf spektakulären Großprojekten sollen zum Beispiel zwei Schauanlagen für sehr selten gewordene und vom Aussterben bedrohte Raubkatzenarten gehören. So will sich der Zoo künftig der Erhaltungszucht von Amur-Tigern widmen, die auf der „Roten Liste gefährdeter Arten“ der Weltnaturschutzunion IUCN stehen. Zur wild lebenden Population gehören vermutlich weniger als 400 Tiere.

Gebaut werden soll zudem eine Anlage für Amur-Leoparden, die akut vom Aussterben bedroht sind und deren Bestand in freier Natur auf nicht einmal mehr 100 Tiere geschätzt wird. Beide Tierarten leben am Fluss Amur, der durch weite Teile Ostasiens durch Russland und China führt.

Darwineum, Afrikaneum und Schaubauernhof mit Wikingerdorf

Für Aufsehen könnte auch ein Afrikaneum sorgen, mit dem ein langgehegter Wunsch vieler Zoofreunde nach der Rückkehr der Elefanten erfüllt werden würde, sagte Zoodirektor Udo Nagel. In der Anlage sollen auch Giraffen und Okapis leben.

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An seine derzeitigen Leuchttürme Darwineum und Polarium knüpft der Plan an, im Tierpark auch noch ein Humboldteum zu errichten. Es soll sich den Erkenntnissen des berühmten Forschers und Universalgelehrten Alexander von Humboldt (1769 – 1859) widmen und dabei die Biodiversität und die Bedeutung der Ökosysteme in den Vordergrund rücken. Anspruchvoll ist zudem das Projekt eines Schaubauernhofs mit Wikingerdorf, in dem historische nordische Haustierrassen präsentiert werden sollen.

Im Mittelpunkt dieser Visionen stehe der Bildungsgedanke und Artenschutz, sagte Nagel. Damit würde der Tierpark seine Entwicklung in Kombination als Naturkundemuseum und Zoo weiterverfolgen. Die Kosten der einzelnen Projekte, die bereits räumlich in einen Lageplan des Zoos eingeordnet worden sind, umfassen eine Gesamtsumme von etwa 70 bis 75 Millionen Euro. „Wir sind jetzt sehr gespannt, auf welche Resonanz unsere Visionen bei den Rostockerinnen und Rostockern stoßen“, sagte Nagel.

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