MOBILFUNK

So sollen die Funklöcher auf dem Land beseitigt werden

Funklöcher gibt es in MV an vielen Ecken. Die CDU möchte das so schnell wie möglich beenden. Vorbild soll andere Länder in der EU sein.
dpa
Vor allem auf dem Land gibt es in MV nur selten gutes Mobilfunknetz.
Vor allem auf dem Land gibt es in MV nur selten gutes Mobilfunknetz. Inga Kjer
Schwerin.

Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern plädiert bei der Beseitigung von Funklöchern im Mobilfunknetz für eine rasche Lösung nach europäischem Vorbild. „Wer in Deutschland Kunde bei einem Mobilfunkanbieter ist, kann sich im EU-Ausland das beste Netz aussuchen. Technisch dürfte wenig dagegen sprechen, dies in der Form auch im Inland zu ermöglichen”, erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Wolfgang Waldmüller am Mittwoch in Schwerin.

Nur mithilfe eines solchen „nationalen Roamings” könne die in vielen ländlichen Regionen unbefriedigende Situation schnell und zu vertretbaren Kosten zumindest erträglicher gemacht werden.

Zustand in MV für CDU nicht akzeptabel

Die Vielzahl an Funklöchern insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern sei für Bürger und Wirtschaft ein erhebliches Problem. Die lückenhafte Netzabdeckung bremse die ökonomische Entwicklung und erschwere die Teilhabe an digitalen Dienstleistungen.

„Selbst in ländlichen Regionen unserer europäischen Nachbarn gibt es LTE-Zugang. In Mecklenburg-Vorpommern darf man schon froh sein, wenn man ein Telefongespräch während einer Autofahrt von Parchim nach Schwerin ohne Verbindungsschwierigkeiten führt. Im europäischen Vergleich ist das peinlich und keinesfalls ein akzeptabler Zustand”, so Waldmüller.

CDU spricht sich für nationales Roaming aus

Er rief die Landesregierung auf, sich einer Bundesratsinitiative aus Sachsen-Anhalt für nationales Roaming anzuschließen.

Im Februar hatte sich die CDU-Landtagsfraktion dafür ausgesprochen, bei der Versteigerung neuer Mobilfunk-Lizenzen jenen Bewerbern den Zuschlag zu geben, die sich zur Beseitigung von Funklöchern verpflichten.

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