GREENSILL-PLEITE

So steht es um das NDR-Gebührengeld bei insolventer Bank

Die Pleite der Greensill-Bank ist noch nicht ausgestanden. Der NDR rechnet aber fest mit einer Rückzahlung von dort geparkten Einlagen in Höhe von 24 Millionen Euro.
Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) ist noch nicht wieder im Besitz der 24 Millionen Euro aus Gebührengeldern, die der Sender
Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) ist noch nicht wieder im Besitz der 24 Millionen Euro aus Gebührengeldern, die der Sender bei der insolventen Greensill Bank angelegt hatte. Jens Kalaene
Neubrandenburg ·

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) ist noch nicht wieder im Besitz der 24 Millionen Euro aus Gebührengeldern, die der Sender bei der insolventen Greensill Bank angelegt hatte. Wie eine NDR-Sprecherin erklärte, seien die Schreiben der für das Entschädigungsverfahren zuständigen Stellen in der vergangenen Woche im NDR eingegangen. Der Sender habe das Rückschreiben umgehend beantwortet. Damit gehe das Entschädigungsverfahren seinen ordnungsgemäßen Gang, versicherte die Sprecherin, ohne einen Termin für die mögliche Rückzahlung nennen zu können. Die 24 Millionen Euro seien durch den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken vollständig abgesichert.

Mehrere öffentlich-rechtliche Sender hatten insgesamt mehr als 100 Millionen Euro bei Greensill angelegt. Das hatte Kritik und Fragen über den Umgang mit Beitragsgeldern aufgeworfen. Laut NDR springt die Einlagensicherung ein, weil das Geld mit einer Laufzeit von weniger als 18 Monaten angelegt war. Dabei handele es sich um Geld, das nicht für laufende Ausgaben verwendet werde, hatte die Sprecherin die gängige Praxis erläutert.

Nicht betroffen seien Verpflichtungen aus Pensionsrückstellungen, sondern Gelder, die zu einem späteren Zeitpunkt für Programm- oder Investitionsprojekten gebraucht würden. Die von der Finanzaufsicht Bafin Anfang März geschlossene Greensill Bank hatte Tages- und Festgeldanlagen zu ungewöhnlich hohen Sparzinsen angeboten. Zahlreiche Kommunen bangen um blockierte Einlagen in Millionenhöhe.

 

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Kommentare (2)

Dank der Minuszinsen der EZB greifen Kommunen und öffentliche Einrichtungen auf solch fragwürdige Anlagemöglichkeiten zurück...

Alleine das dank dieser Zinspolitik jährlich Millionen aus der Rentenkasse als Strafzinsen fällig werden sollte unseren Politikern schwer aufstoßen, aber es interessiert sie schlichtweg nicht...

denn mit dem vorhandenen Geld kommen die nicht aus. In freier Wirtschaft wären diese Typen längst weg. Aber der Auftrag rechtfertigt alles!