Bundesweit gab es den Zahlen zufolge mehr als 29 000 Zwangsräumungen.
Bundesweit gab es den Zahlen zufolge mehr als 29 000 Zwangsräumungen. Pau Venteo
Zwangsräumungen

So viele Familien mussten in MV ihre Wohnungen verlassen

Nach der Corona-Pandemie könne die Energiekrise erneut zu mehr Kündigungen durch Zahlungsschwierigkeiten führen. Die Partei Die Linke hat eine klare Forderung, wie das verhindert werden soll.
Neubrandenburg

Im vergangenen Jahr sind in Mecklenburg-Vorpommern 873 Wohnungen zwangsgeräumt worden. Das geht aus einer Statistik hervor, die das Justizministerium auf eine Frage der Linken im Bundestag herausgab.

Im Vorjahr noch mehr Zwangsräumungen

Bundesweit gab es den Zahlen zufolge mehr als 29 000 Zwangsräumungen. Die meisten davon mit 8656 im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern (3432), Sachsen (2667) und Niedersachsen (2285). Im Vorjahr hatte es noch etwas mehr Zwangsräumungen von Wohnungen gegeben, nämlich bundesweit 30 731. Angeordnet wurden den Angaben zufolge im Jahr 2021 insgesamt rund 44 900 Räumungen von Wohnungen und Gewerberäumen, im Jahr davor mehr als 51 000.

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„Jede Zwangsräumung ist eine zu viel”, sagte die Wohnungspolitik-Expertin der Linken, Caren Lay. „Wenn die Bundesregierung nicht handelt, werden noch mehr Menschen ihre Wohnungen und ihr Zuhause verlieren.” Wer die Corona-Pandemie finanziell gerade so überstanden habe, solle jetzt nicht während der Energiekrise auf die Straße gesetzt werden. Die Politikerin forderte ein „Winterpaket für warmes und sicheres Wohnen”. Kündigungen aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten müssten ausgeschlossen und Räumungen in die Wohnungslosigkeit verboten werden.

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Kommentare (1)

Ein Staat der per Gesetz Menschen und sogar Familien mit Kindern auch in die Obdachlosigkeit schickt hat kein Existenzrecht.