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So viele Referendare wie seit Jahren nicht

Mecklenburg-Vorpommern stellt zweimal im Jahr Referendare ein, zum 1. Februar und 1. August.
Mecklenburg-Vorpommern stellt zweimal im Jahr Referendare ein, zum 1. Februar und 1. August.
Sebastian Kahnert

Mecklenburg-Vorpommern geht gegen den drohenden Lehrermangel an: 648 angehende Pädagogen kommen neu an die Schulen im Land. Vor einigen Jahren waren es nicht mal halb so viele.

Seit Jahren wurden nicht mehr so viele Referendare ausgebildet wie in diesem Jahr. 648 angehende Lehrer seien nach den Winterferien an den öffentlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen im Vorbereitungsdienst, teilte das Bildungsministerium am Freitag mit. Das sind 3,5 mal so viele wie 2010 mit gerade einmal 186 Referendaren. Damals hatten viele Lehramtsabsolventen das Land mangels einer Perspektive verlassen. Dabei war schon damals etwa die Hälfte der Lehrer 50 Jahre und älter.

In den kommenden Jahren gehen Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) zufolge viele Lehrkräfte in den Ruhestand. Das Land habe in den vergangenen Jahren viel dafür getan, dass der Lehrerberuf attraktiver wird. „Dazu zählen unter anderem bessere Verdienstmöglichkeiten und die Verbeamtung, die für junge Menschen besonders wichtig ist“, sagte Hesse. Seit 2013 können Lehrer unter 40 Jahren und angehende Lehrer verbeamtet werden.

Mecklenburg-Vorpommern stellt zweimal im Jahr Referendare ein, zum 1. Februar und 1. August. Das Referendariat dauert 18 Monate, mit einer Doppelqualifikation für mehrere Schularten 24 Monate. Nach sechs Monaten unterrichten sie zehn Wochenstunden eigenverantwortlich.