Der Semesterstart soll für die Studierende des Studiengangs klinische Pflegewissenschaften an der Universitätsmedizi
Der Semesterstart soll für die Studierende des Studiengangs klinische Pflegewissenschaften an der Universitätsmedizinen Greifswald verschoben werden. Stattdessen gehen die 25 Studierenden für vier Wochen in den anrechenbaren Praxiseinsatz.
Coronavirus in MV

So will die Regierung Krankenhäuser entlasten

Um die kritische personelle Situation in den Krankenhäusern und Pflegeheimen zu entlasten, ergreift das Land kurzfristige Maßnahmen. Das sind die Pläne der Landesregierung.
Schwerin

Gesundheitsministerin Stefanie Drese verdeutlichte, dass viele Krankenhäuser sowie Pflegeheime an der Überlastungsgrenze sind. Neben einem erhöhten Patientenaufkommen, beziehunsgweise einem Anstieg der Infektionsfälle von Pflegeheimbewohnern, habe sich auch eine große Anzahl an Beschäftigten infiziert oder ist wegen Quarantäneanordnungen und Kinderbetreuung nicht einsatzfähig. Erschwerend hinzu komme, dass Bundeswehrkräfte nur noch wenige Tage zur Verfügung stünden.

Studierende und Azubis sollen aushelfen

Vor diesem Hintergrund hat die Landesregierung sich auf die Ausweitung der Unterstützungs-Initiative „Helfenden Hände“ verständigt. „Um die gesundheitliche Versorgung und die Pflege zu stärken und die dort Beschäftigten zu entlasten, ermöglichen wir den Einsatz von Medizin-Studierenden und Pflege-Auszubildenden“, erklärte Stefanie Drese.

Im Einzelnen sollen folgende Maßnahmen die Personalengpässe abfedern:

- Auszubildende im 2. Ausbildungsjahr in den Pflegeberufen werden ab April für längstens vier Wochen vom schulischen Unterricht befreit und in Einrichtungen ihres Arbeitgebers eingebunden. Dies kann sowohl in Krankenhäusern als auch in Alten- und Pflegeheimen sein. Der nicht erteilte Theorieteil soll nachgeholt werden.

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- An der Universitätsmedizinen Greifswald wird der Semesterstart für die Studierende des Studiengangs klinische Pflegewissenschaften verschoben. Die 25 Studierenden gehen für vier Wochen in den anrechenbaren Praxiseinsatz in der UMG.Einrichtung einer „Jobbörse“ an der UMR und UMG – damit unterstützen sie bei der Akquise von Medizinstudierenden zum Einsatz in Einrichtungen mit Personalmangel

- Der Semesterstart für die Medizinstudenten des 2. klinischen Jahres (8. Semesters) der beiden Universitätsmedizinen Greifswald (UMG) und Rostock (UMR) wird um vier Wochen verschoben. Die Studierenden werden auf freiwilliger Basis im Krankenhausbetrieb unterstützen. Die Einsätze würden im Studium angerechnet. Dies könnte zu einem personellen Einsatz von bis zu 350 Studierenden führen.

Auch Maßnahmen in Kitas, Horten und Schulen geplant

Um den Betrieb in möglichst allen Kitas, Horten und Schulen aufrecht zu erhalten und die Betreuungszeiten abzudecken, gibt es auch in diesen Bereichen Unterstützungs-Maßnahmen durch Studierende und angehende Erzieherinnen und Erzieher. Stefanie Drese erklärte: „Wichtig ist, wenn ein Elternteil im Bereich Gesundheitswesen oder Pflege tätig ist, reicht das für den Anspruch auf Kita-Notbetreuung aus.“

Das sind die Maßnahmen in Bereich Kita/Schule/Hort im Einzelnen:

- Studierende des Studiengangs „Early Education“ in Neubrandenburg können in Einrichtungen unterstützen

- Etwa 300 Auszubildende der Erzieherausbildung gehen ab Ende März für 3 Monate ins Praktikum und unterstützen Hort- und Kitapersonal

- An Schulen gilt nach wie vor das Phasenmodell, um Ausfall von Lehrkräften durch Wechsel- und Distanz-Unterrichtsausfall zu reduzieren.

- Absicherung einer Notbetreuung der Jahrgangsstufen 1-6

Ministerin Stefanie Drese bedankte sich ausdrücklich nicht nur bei den Universitätsmedizinen Greifswald und Rostock, der Hochschule Neubrandenburg sowie den weiteren beteiligten Einrichtungen und Institutionen, sondern auch beim Krisenstab – bestehend aus Bildungsministerin Simone Oldenburg, Wissenschaftsministerin Bettina Martin und Innenminister Christian Pegel.

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