VIELE SCHÄDEN

▶ So wütete Sturm "Mortimer" in MV und Brandenburg

Von Vorpommern über die Seenplatte bis in die Uckermark: Sturmtief „Mortimer” hat im Nordosten für zahlreiche Schäden gesorgt. Die Feuerwehren mussten sich vor allem um umgestürzte Bäume kümmern.
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Gleich mehrere Male mussten Feuerwehren in der Uckermark ausrücken, um dicke Äste von den Straßen zu räum
Gleich mehrere Male mussten Feuerwehren in der Uckermark ausrücken, um dicke Äste von den Straßen zu räumen oder das Umstürzen von Bäumen zu verhindern, wie hier in Herzfelde. Sigrid Werner
Zeitweise ging auf der Bahnstrecke Pasewalk-Ueckermünde nichts mehr.
Zeitweise ging auf der Bahnstrecke Pasewalk-Ueckermünde nichts mehr. Christopher Niemann
Die B104 bei Neubrandenburg war aufgrund des Sturm zeitweise gesperrt.
Die B104 bei Neubrandenburg war aufgrund des Sturm zeitweise gesperrt. Felix Gadewolz
Sturmschäden in Prenzlau.
Sturmschäden in Prenzlau. Konstantin Kraft
Auch auf vielen kleinere Straßen gab es Probleme.
Auch auf vielen kleinere Straßen gab es Probleme. Konstantin Kraft
Straßensperrungen waren am Montag schon fast an der Tagesordnung.
Straßensperrungen waren am Montag schon fast an der Tagesordnung. Silke Voß
In der Turmstraße von Neubrandenburg wurde ebenfalls ein Baum umgeweht.
In der Turmstraße von Neubrandenburg wurde ebenfalls ein Baum umgeweht. Fanny Tatter
Auch an der Baustelle am Friedrich-Engels-Ring in Neubrandenburg fielen große Äste herunter.
Auch an der Baustelle am Friedrich-Engels-Ring in Neubrandenburg fielen große Äste herunter. Mirko Hertrich
In Waren fiele mehrere Bäume um.
In Waren fiele mehrere Bäume um. Stephan Radtke
Schwerin.

Das Sturmtief „Mortimer” hat am Montag an vielen Orten in der Region Spuren hinterlassen, so auch in der Haff-Region: Mehrere umgestürzte Bäume auf Höhe der Torgelower Waldsiedlung (Landkreis Vorpommern-Greifswald) fielen auf die Bahnschiene und blockierten somit die Bahnstrecke Pasewalk-Ueckermünde.

Eine Verbindung von Ueckermünde Richtung Pasewalk fiel aus. „Die Beräumung dauerte rund 45 Minuten”, sagte Torgelows Feuerwehr-Chef Lars Cornelius. Anschließend konnte die Strecke wieder für den Zugverkehr frei gegeben werden.

Der Zugverkehr fiel am Montag im Norden teilweise aus oder wurde stark beeinträchtigt. Die Feuerwehren in MV und der Uckermark hatten jede Menge zu tun.

Sturmschäden in Neubrandenburg

Heftige Winde knickten einen Mast mit einem Starkstromkabel an der B104 bei Neubrandenburg um. Da Lebensgefahr bestand, wurde die B104 zeitweise komplett gesperrt. In der Innenstadt von Neubrandenburg riss „Mortimer” einen Baum direkt auf dem Boulevard um.

 

 

50 Einsätze hatten die Feuerwehren in der gesamten Seenplatte zu absolvieren. Zahlreiche Bäume kippten um, in Wesenberg fiel der Strom aus. Bei Friedland lief ein Löschteich über. Im Amtsbereich Woldegk stürzten in Cantnitz, Voigtsdorf und Mildenitz Bäume auf die Straße. Auch bei Neuhof (Gemeinde Feldberger Seenlandschaft) fiel ein Baum um.

„Mortimer” in der Mecklenburgischen Schweiz

Gleich mehrere Verkehrsadern in der Mecklenburgischen Schweiz hat Sturmtief „Mortimer” am Montagvormittag unterbrochen. Die Teterower Feuerwehr war im Dauereinsatz. An der Bundesstraße 108 zwischen Teterow und Waren warf er eine Pappel um. Wegen des hohen Risikos für die Einsatzkräfte konnte der Baum jedoch nicht sofort geborgen werden. Auf der B197 sorgte ein großer Ast für Behinderungen.

Wegen einer umgestürzten Eiche war auch die Landstraße zwischen Jördenstorf und Rey gesperrt. Auch in Waren an der Müritz hat der Sturm Bäume gefällt.

Die B321 war auf Höhe der Viezer Kurve (zwischen Hagenow und A24) zeitweise voll gesperrt. Die Feuerwehr schaffte einen Baum von der Straße.

Auch auf der B104 zwischen Brüel und Sternberg sowie zwischen Pampow und Holthusen wurden der Polizei umgerissene Bäume und abgebrochene schwere Äste gemeldet.

Zoo in Rostock geschlossen

Ein Autofahrer hat im Starkregen auf der A24 bei Wöbbelin wegen Aquaplaning die Kontrolle über seinen Pkw verloren und prallte gegen eine Schutzplanke. Er blieb unverletzt.

In Schwerin fielen witterungsbedingt Ampeln aus. In Rostock blieb der Zoo vorsorglich geschlossen.

Schäden in der Uckermark

In Templin drohte ein großer Kastanienbaum auf ein Haus zu stürzen. Die Uckermärker Feuerwehrleuten mussten mehrfach ausrücken, um Gefahren zu beseitigen.

Die Freiwillige Feuerwehr in Prenzlau wurde gegen 13.15 Uhr zum vierten sturmbedingten Einsatz innerhalb von nur zwei Stunden gerufen. Große Teiles eines Baumes drohten auf die Straße zu stürzen.

Im Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) in Brandenburg wurde ein Mensch wegen des Sturms unter einem umgestürzten Baum eingeklemmt. Die Person sei aber ansprechbar und werde behandelt, sagte eine Polizeisprecherin am Montagvormittag.

Am Tag der Deutschen Einheit wird Hurrikan Lorenzo vor den Britischen Inseln Europa erreichen. Er soll dann zwar nicht direkt nach Deutschland weiterziehen, seine Auswirkungen werden wir aber zu spüren bekommen, denn es wird eisig.

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