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Neues Integrationskonzept

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Sozialministerin Drese will Zuwanderer besser integrieren

Die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese (SPD), hat ein neues Integrationskonzept angekündigt.
Die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese (SPD), hat ein neues Integrationskonzept angekündigt.
Jens Büttner

„Wenn Integration gelingen soll, müssen sich alle bewegen”, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese. Nun hat sie ein neues Integrationskonzept angekündigt.

Angesichts des starken Zuzugs von Ausländern nach Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren soll das Land ein neues Integrationskonzept bekommen. „Wenn Integration gelingen soll, müssen sich alle bewegen und darf niemand ausgegrenzt werden – weder Teile der ansässigen noch der zugewanderten Bevölkerung“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Freitag in Schwerin.

Wichtig sei, dass Asylbewerber bereits nach drei Monaten arbeiten dürfen. Zudem könnten im Ausland erworbene Berufsabschlüsse unabhängig von Herkunft und Status anerkannt werden. Es gehe aber auch um spezifische Lösungen für Kinder in Kita und Schule, für Jugendliche oder für besonders Schutzbedürftige, wie Mütter mit Kindern.

Etwa ein Drittel aller Ausländer sind Flüchtlinge

Drese verwies auf die dynamische Zuwanderung in den vergangenen Jahren. Während 2014 noch 45.363 Ausländer im Land registriert waren, seien es Ende vergangenen Jahres 68.809 gewesen. Etwa ein Drittel von ihnen seien Flüchtlinge. „Das sind rund 23.000 Menschen, deren Durchschnittsalter 28,6 Jahre beträgt“, verdeutlichte Drese. Aus diesen Zahlen ergebe sich die Aufgabe, Antworten für die Gruppe zu finden.

Die Ministerin betonte, dass die Landesregierung bei der Lösungssuche Anregungen der Kommunen, Migrantenvereine und Integrationshelfer aufnehmen und zusammenfügen wolle.