Die 47-jährige Carmen-Alina Botezatu leitet seit 2020 das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Rostock.
Die 47-jährige Carmen-Alina Botezatu leitet seit 2020 das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Rostock. SPD-Regionalgeschäftsstelle Rostock
Nach Madsen-Weggang

SPD schickt diese Frau in Rostocks Bürgermeister-Rennen

Rostock sucht ein neues Stadtoberhaupt. Die Grünen sind mit einer Bewerberin vorgeprescht – nun gibt es einen Kandidatenvorschlag von der SPD.
dpa
Rostock

Auf der Suche nach einem neuen Stadtoberhaupt für Rostock hat nach den Grünen auch die SPD eine Bewerberin ins Spiel gebracht. Der Kreisvorstand der Rostocker SPD hat die 47-jährige Carmen-Alina Botezatu vorgeschlagen, wie es in einer Mitteilung vom späten Donnerstagabend hieß. Sie leitet seit 2020 das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Rostock. Auf der Vollversammlung am 21. August sollen die Mitglieder der SPD in der Hansestadt über Botezatus Kandidatur entscheiden.

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Der SPD-Kreisvorsitzende Rainer Albrecht sagte laut Mitteilung: „Nach dem abrupten Weggang des OB braucht Rostock jetzt einen echten Neustart. Nicht mit 1000 fixen Ideen, von denen keine zündet, sondern mit einem soliden Rostock-Plan, der konsequent umgesetzt wird. Nicht schnacken, sondern machen! Genau dafür ist Carmen-Alina Botezatu als erfolgreiche Leiterin für Rostocker Großprojekte beim Staatshochbau ausgewiesene Fachfrau.“

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Die in Rumänien geborene studierte Architektin und Bauingenieurin kam im September 1990 nach Deutschland und lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in Rostock. Sie sagte laut Mitteilung: „Rostock wächst. Zusammen. Das ist mein Ziel als Oberbürgermeisterin. Mit einer modernen, bürgernahen Verwaltung, gutem und bezahlbarem Wohnen, einer starken Wirtschaft und kultureller Vielfalt begegnen wir den Herausforderungen unserer Zeit!“

In der Hansestadt findet am 13. November eine vorgezogene Neuwahl des Stadtoberhauptes statt. Grund ist der überraschende Wechsel des bisherigen Oberbürgermeisters Claus Ruhe Madsen (parteilos) Anfang Juli als Wirtschaftsminister nach Schleswig-Holstein.

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Die Bundestagsabgeordnete Claudia Müller (Grüne) hatte in der vergangenen Woche als erste Bewerberin für das Oberbürgermeisteramt ihren Hut in den Ring geworfen. „Die Aufgabe ist herausfordernd, aber auch sehr reizvoll“, sagte die gebürtige Rostockerin der Deutschen Presse-Agentur. Über die offizielle Nominierung Müllers, die derzeit Koordinatorin der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus ist, entscheidet der Kreisverband der Grünen am 2. August. Sie könne sich aber einer breiten Unterstützung in der Partei sicher sein, sagte sie.

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