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Spielt der neue Asterix-Band in Vorpommern?

Der Titel des neuen Asterix-Bandes lässt einiges an Spekulationen zu. Verschlägt es die Gallier bei ihrem nächsten Abenteuer in unser schönes Bundesland?
So sieht das vorläufige Cover von „Asterix und der Greif” aus.
So sieht das vorläufige Cover von „Asterix und der Greif” aus. Asterix® / Obelix® / Idefix® / © 2021 Les Editions Alber
Berlin ·

Comic-Fans aufgepasst: Der für den Herbst geplante neue „Asterix”-Band wird „Asterix und der Greif” heißen. Da dürfte bei allen Bürgern in Mecklenburg-Vorpommern der Puls steigen. Denn der Greif ohne MV – und ganz speziell Vorpommern – ist ja wohl kaum zu denken.

Greif in MV allgegenwärtig

Nicht nur, dass der Greif hierzulande einen Platz im Landeswappen hat dort für den Landesteil Vorpommern steht*, auch die Hanse- und Universitätsstadt Greifswald fällt da vermutlich jedem sofort ein. Von den 330 bei Wikipedia gelisteten Wappen, in denen der Greif vorkommt, sind 47 Orte oder Regionen in Mecklenburg-Vorpommern sowie das Bundesland selbst.

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Von Ahlbeck, Anklam, Altentreptow und Demmin über Eggesin, Grimmen, Jarmen und Pasewalk bis hin zu Putbus, Rostock, Wolgast und Zingst, der Greif ist praktisch allgegenwärtig.

Asterix geht auf Reisen

Aber werden Asterix und Obelix ihr nächstes Abenteuer tatsächlich in unserem schönen Bundesland erleben und es so weltweit bekannter machen? „Wie es die Tradition verlangt, gehen unsere Freunde im neuen Album erneut auf Reisen”, berichtete der deutsche Verlag Egmont Ehapa am Montag in Berlin.

„Während Asterix und Obelix eine Partie Gallier-Schach spielen, schreckt der Druide Miraculix, der wohl gerade eingenickt war, plötzlich hoch und verkündet, dass ein alter Freund dringend seine Hilfe benötigt.” Wohin die Reise der beiden Comic-Helden geht, weshalb sie helfen und was sie erleben werden, wird leider noch nicht verraten.

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Der Nordkurier hat den Verlag direkt auf Mecklenburg-Vorpommern angesprochen und gefragt, wie die Chancen stehen. „Wo es die Gallier diesmal hin verschlägt, dürfen wir leider noch nicht verraten und wir wissen es auch nicht”, lässt uns Pressesprecherin Anja Adam weiter im Dunkeln tappen.

Mehr erfährt man erst am 21. Oktober im 39. Band, heißt es nur. Fest steht: Der Greif ist ein in vielen altorientalischen Kulturen bekanntes Fabelwesen, es ist also auch gut möglich, dass der Asterix-Band dort spielt.

Falls sich Asterix und Obelix stattdessen für einen Ausflug nach Mecklenburg-Vorpommern entscheiden sollten, wären dies nicht die ersten Comic-Helden, die uns einen Besuch abstatten. Auch die Abrafaxe aus den berühmten Mosaik-Heften hatte es schon hierher verschlagen. Auf der Suche nach einem Seefahrer-Schatz erlebten sie die Blütezeit der Hanse und hatten Station in Rostock und Stralsund gemacht.

Greif im Mittelpunkt des Abenteuers

Das Asterix-Autorenduo Jean-Yves Ferri (Text) und Didier Conrad (Zeichnungen) arbeitet zum fünften Mal zusammen und setzt die Tradition von René Goscinny und Albert Uderzo fort. Szenerist Ferri verrät: „Wir haben ein mythologisches Tierwesen in den Mittelpunkt des Abenteuers gestellt. Dabei fiel meine Wahl auf den Greif: Halb Adler, halb Löwe und mit den Ohren eines Pferdes – ein durch und durch rätselhaftes Geschöpf!”

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Die Asterix-Reihe zählt laut Verlagsangaben mit etwa 385 Millionen verkauften Alben und Übersetzungen in 111 Sprachen und Dialekten zu den erfolgreichsten belletristischen Serien weltweit.

Todestag des Asterix-Miterfinders Albert Uderzo

Vor wenigen Tagen jährte sich zum ersten Mal der Todestag des Asterix-Miterfinders Albert Uderzo. Jean-Yves und Didier erklärten dazu: „Albert hat darauf vertraut, dass wir die Figuren, die er gemeinsam mit René Goscinny geschaffen hat, und das, wofür sie stehen, respektieren und in neuen Abenteuern fortführen. Wir sind sehr betroffen, dass er nicht mehr bei uns ist. Mit dem neuen Album, das hoffentlich viele Leser begeistern wird, setzen wir die Mission, die er uns anvertraut hat, fort.”

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Zum allerletzten Mal habe Albert seinen Einfluss und seinen genialen Humor in ein Asterix-Abenteuer eingebracht.

*Seit 1880 war der Greifenschild das Wappen der preußischen Provinz Pommern.

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