AUF GLEIS GELAUFEN

Sprayer bringen Schaf in Lebensgefahr

Ein Schaf ist zwischen Rostock und Bad Doberan auf die Bahngleise gelaufen. Die Polizei fand das verletzte Tier unter einem Busch. Offenbar Graffiti-Sprayer hatten einen Weidezaun zerstört.
Das Schaf neben dem Gleis wollte sich keinen Millimeter mehr bewegen.
Das Schaf neben dem Gleis wollte sich keinen Millimeter mehr bewegen. Bundespolizeiinspektion Rostock
Bad Doberan.

Am Dienstag gegen 14 Uhr wurde die Bundespolizei informiert, weil sich Ziegen auf der Bahnstrecke Bad Doberan-Rostock im Gleis verirrt haben sollen. Ein Lokführer hatte dies unweit des Haltepunktes Althof (ein Ortsteil von Bad Doberan) bemerkt und umgehend gemeldet.

Die Polizei fand ein Tier, das völlig verängstigt neben dem Schotterbett unter einem Brombeerbusch kauerte. Es handelte sich um ein Kamerunschaf, welches aufgrund seines kurzen Felles leicht mit einer Ziege verwechselt werden kann.

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Schaf war verletzt

Auf dem angrenzenden Grundstück befand sich der Tierhalter auf einer Weide mit weiteren Kamerunschafen. Er brachte sein verletztes Schaf zurück. Die Verletzungen stammten nach Ansicht des Halters aber eher von Bissen als der Kollision mit einem Zug.

Der Weidezaun war an mehrere Stellen beschädigt worden. Nach ersten Ermittlungen wurde der Zaun durch Graffiti-Sprayer zerstört, die offensichtlich des Öfteren nachts über den Selbigen auf das Grundstück des Tierhalters geklettert seien. An seiner Lagerhallen befanden sich zahlreiche Graffitis. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere strafrechtlicher Art, werden von der Bundespolizei geprüft.

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